Burgess (r.) und Rossi widmeten sich im Winter der Verfeinerung der Yamaha

MotoGP 2009

— 09.04.2009

Burgess hält Yamaha für siegfähig und fürchtet Stoner

Valentino Rossis Crewchief, Jerry Burgess, hält die Werks-Yamaha auch 2009 für konkurrenzfähig und sieht in Casey Stoner die größte Gefahr für Rossi

Jerry Burgess, legendärer Crewchief des achtfachen Weltmeisters Valentino Rossi, hält die Yamaha YZR-M1 des Jahrgangs 2009 für stark genug, um der beeindruckenden neuen Ducati GP9 die Stirn bieten zu können. Nach der Albtraum-Saison im ersten Jahr der neuen 800er-Ära, konnten 2008 insgesamt zehn Rennen gewonnen und somit wieder die alte Yamaha-Dominanz in der MotoGP hergestellt werden.

Ducati kontert nun mit einer Neuentwicklung, die als einzige im Grand-Prix-Zirkus über ein Kohlefaser-Chassis verfügt. Bei den Wintertestfahrten war Ducati-Werkspilot Casey Stoner auch prompt sensationell schnell unterwegs. Für Burgess kein Grund zur Sorge, wie er gegenüber 'Motor Cycle News' behauptet: "Unser Motorrad war schon im vergangenen Jahr gut genug für den WM-Titel."

"Wir hatten bereits ein gutes Paket und einen guten Fahrer. Also mussten wir das Motorrad nur etwas verfeinern", stellt Burgess klar. "Von außen kann man zwar keine großen Unterschiede erkennen, aber unter der Verkleidung haben wir eine Menge verbessert."

"In der vergangenen Saison konnten wir ein paar Bereiche ausmachen, wo uns die Konkurrenz voraus war. Vor allem in den langsamen Kurven waren wir gegenüber der Ducati im Nachteil", erklärt Burgess. "Speziell in der letzten Kurve von Laguna Seca konnte man das sehen, obwohl wir das Rennen letztendlich gewonnen haben. Die Ducati scheint in den unteren Gängen förmlich zu explodieren!"

Stoner der gefährlichste Konkurrent für Rossi

Seit Stoner und Rossi in der MotoGP gegeneinander antreten, konnte der Australier 16 Rennen gewinnen und der Italiener 13. Kein Wunder also, dass Burgess in dem Ducati-Fahrer den ärgsten Konkurrenten im Kampf um den WM-Titel sieht: "Es ist logisch, dass wir ihn und Ducati, neben den Hondas, als größte Herausforderer ansehen."

Auf die Ankündigung Stoners, er wolle 2009 noch aggressiver als in der Vergangenheit zu Werke gehen, antwortet Burgess dagegen recht gelassen: "Es ist recht leicht, so etwas im Vorfeld anzukündigen, aber wenn man bei höchster Geschwindigkeit in Sekundenbruchteilen Entscheidungen treffen muss, kann man oft nicht mehr einfach sagen: 'Jetzt mache ich es so oder anders.'"

Burgess erwartet verbesserten Stoner

Stoners Handgelenksverletzung und der Tatsache, dass der Champion von 2007 während der Testfahrten kein einziges Mal eine volle Renndistanz abspulte, misst Burgess keine besondere Bedeutung zu: "Casey war nie dafür bekannt viele Runden am Stück zu fahren. Wir wissen also erst beim Rennen, wie er wirklich drauf ist."

"Die meisten seiner Fehler machte Casey letztes Jahr nach fünf oder sechs Runden, wenn er ordentlich pushte. Aber er wird 2008 nicht abgehakt haben, ohne dabei etwas zu lernen. Deshalb gehe ich unabhängig von seiner Handgelenksverletzung davon aus, dass er sich verbessert hat", so Burgess abschließend.

Fotoquelle: Yamaha

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