Valentino Rossi und Co bleiben einen Tag länger in der Wüste

MotoGP 2009

— 13.04.2009

Rossi freut sich über die zweite Chance

Valentino Rossi findet es zwar seltsam, ein Rennen am Montagabend zu fahren, er freut sich jedoch, jetzt in Katar doch noch starten zu können

Yamaha-Star Valentino Rossi hatte sich bereits darauf eingestellt, seine Koffer zu packen und aus Katar abzureisen. Doch nun dauert der MotoGP-Trip in die Wüste einen Tag länger: Das Rennen, das gestern Abend wegen sintflutartiger Regenfälle abgesagt werden musste, wird heute Abend um 21:00 Uhr Ortszeit (20:00 Uhr MESZ) nachgeholt. Damit hat Rossi doch noch die Chance, in der Wüste gegen seinen Rivalen Casey Stoner zu fighten.

"Es war eine große Enttäuschung, denn wir waren heiß auf das Rennen und es war so kurz vor dem Start! Nachdem das 125er-Rennen wegen des Regens abgebrochen wurde dachten wir, dass wir Glück haben würden. Denn die Strecke war danach wieder trocken. Aber rechtzeitig zum MotoGP-Rennen hat es noch mehr geschüttet als zuvor", sagte Rossi, der Stoner von Startplatz zwei aus angreifen wollte. "Das war Pech, denn in der Wüste erwartet man so etwas nicht. Nach sechs Monaten ohne Rennen und nach zwei Tagen harter Trainingsarbeit war das für eine sehr frustrierend. Deshalb war es wichtig, die Entscheidung zu treffen, am Montag zu fahren."

"Das wird ziemlich seltsam, ich glaube nicht, dass es jemals zuvor ein Rennen am Montag gegeben hat! Es wird auch schwer sein, noch einen weiteren Tag zu warten und der Druck wird noch größer sein, aber ich bin froh, dass wir doch noch die Chance bekommen zu fahren", fuhr Rossi fort. "Jetzt müssen wir die Daumen drücken, dass das Wetter hält, aber der Wetterbericht ist gut. Wichtig ist auch, dass die Strecke richtig gereinigt wird, denn sie wird nach dem gestrigen Sturm richtig dreckig sein. Vielleicht sollten wir uns alle am Vormittag noch ein Rennen in unseren Leihwagen liefern!"

Auch Teamkollege Jorge Lorenzo freut sich, dass das Rennen heute stattfindet. "Denn ich möchte wirklich fahren", sagte der Spanier. "Eine solche Verschiebung ist für uns kein allzu großes Problem und es ist besser, als die Arbeit eines ganzen Wochenendes zu verschwenden. Ich bin natürlich enttäuscht, dass es gestern nicht geklappt hat, denn ich war wirklich gut gerüstet. Aber wir können das Wetter nicht ändern und leider ist es hier unmöglich, im Regen zu fahren. Es wäre sehr schade gewesen, wenn gar kein Rennen stattgefunden hätte und nun müssen wir einfach konzentriert bleiben."

Yamaha-Rennleiter Lin Jarvis ergänzte: "Wir waren natürlich enttäuscht, dass wir gestern nicht unter normalen Umständen fahren konnten. Aber die Situation mit diesem unglaublich heftigen Regen in der Wüste war völlig bizarr und ein Rennen war nicht zu denken!" Nach einer langen teaminternen Diskussion mit Masahiko Nakajima, Davide Brivio, Daniele Romagnoli sowie den Fahrern Rossi und Lorenzo habe Yamaha entschieden, den Vorschlag, das Rennen heute Abend zu fahren, voll zu unterstützen.

"Wir haben so viel Mühe hineingesteckt, erst haben wir hier getestet und jetzt fünf Tage hart gearbeitet. Deshalb ist es wichtig für uns, dass wir hier bleiben, ein Rennen fahren und eine gute Show bieten", fuhr Jarvis fort. "Logistisch gesehen ist es für alle natürlich sehr schwierig, denn wir mussten die Flüge und Hotelbuchungen für unser gesamtes Personal ändern, aber das tun wir gern zu Gunsten unseres Sports."

Fotoquelle: Yamaha

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