Katar scheint sein Metier zu sein: Casey Stoner ist erster WM-Leader der Saison

MotoGP 2009

— 13.04.2009

Stoner dominiert den Saisonauftakt

Mit einer überlegenen Vorstellung gewann Casey Stoner das Nachtrennen in Katar vor Valentino Rossi - Loris Capirossi nach Raketenstart out

Er war einer der vehementesten Gegner der Verlegung des MotoGP-Saisonauftakts auf den Ostermontag, doch einen Tag nach dem Wüstenregen in Doha dürfte Casey Stoner ganz glücklich sein, dass das Rennen stattgefunden hat. Denn mit einer Wiederholung seines Vorjahressieges sicherte sich der Ducati-Werksfahrer die ersten 25 Punkte der neuen Saison.

Stoner legte auf dem Losail Circuit eine beeindruckende Performance hin, kontrollierte das Rennen von der ersten bis zur letzten Runde und fuhr schließlich mit 7,771 Sekunden Vorsprung über die Ziellinie. Widerstand leisten konnte niemand - auch nicht Weltmeister Valentino Rossi auf der Werks-Yamaha, der als Zweiter aber immerhin den Schaden für das zu erwartende Titelduell gegen seinen australischen Rivalen in Grenzen halten konnte.

Polesetter Stoner hatte schon am Start nichts anbrennen lassen und kam als Führender aus der ersten Runde zurück. Allerdings breitete sich in seinem Rückspiegel zunächst nicht Rossi aus, sondern Suzuki-Werksfahrer Loris Capirossi, der exzellent von der Linie weggekommen war. Für den Routinier dauerte die Freude darüber aber nur kurz an, denn noch im ersten Viertel des 22-Runden-Rennens kam er zu Sturz. Verletzungen zog er sich dabei keine zu.

17 von 18 Fahrern im Ziel

Wenige Minuten zuvor hatte sich Capirossis italienischer Landsmann Marco Melandri auf der Hayate-Kawasaki einen Ausritt geleistet, durch den Melandri weit zurückfiel. Dennoch schaffte er nach einer soliden Aufholjagd als 14. noch den Sprung in die Punkteränge. Leer gingen heute neben Capirossi nur James Toseland (Tech-3-Yamaha) und Niccolò Canepa (Pramac-Ducati) aus. 17 von 18 gestarteten Piloten sahen die Zielflagge.

Es war kein aufregendes Rennen zum Saisonauftakt, denn Stoner schien den Vorsprung auf Rossi jederzeit im Griff zu haben. Zumindest dahinter kam gelegentlich Spannung auf, etwa im Kampf um den letzten Platz auf dem Podium, den sich Jorge Lorenzo (FIAT-Yamaha) sicherte. Vierter wurde Colin Edwards (Tech-3-Yamaha), gefolgt von Andrea Dovizioso (Repsol-Honda). Letzterer lag anfangs auf Podiumskurs, baute dann aber sukzessive ab und wurde durchgereicht.

Rang sechs sicherte sich Alex de Angelis (Gresini-Honda) nach starker Vorstellung, gefolgt von Chris Vermeulen (Rizla-Suzuki) und dem starken Rookie Mika Kallio (Pramac-Ducati). Toni Elias (Gresini-Honda) und Randy de Puniet (LCR-Honda) komplettierten die Top 10. Comeback-Routinier Sete Gibernau konnte sich nie richtig in Szene setzen und musste unterm Strich mit dem 13. Platz Vorlieb nehmen.

Pedrosa vs. Hayden

Um Position elf entbrannte in der letzten Runde ein Duell der beiden Ex-Teamkollegen Dani Pedrosa (Repsol-Honda) und Nicky Hayden (Marlboro-Ducati), das Pedrosa knapp für sich entscheiden konnte. Der Spanier kämpfte trotz seines Verletzungshandicaps tapfer, fiel in den letzten Runden aber immer weiter zurück. Zumindest kann er sich damit trösten, eine der spektakulärsten Einlagen des ansonsten unspektakulären Rennens geliefert zu haben.

Denn mit Vermeulen und de Angelis im Schlepptau leistete sich Pedrosa einen kleinen Fahrfehler, durch den er von der Ideallinie abgetragen wurde. Vermeulen schlüpfte locker durch, de Angelis erst nach einer Berührung mit der RC212V. Dabei kam Pedrosa mit seinem verletzten Knie auf den Boden, doch er fing sein Motorrad geschickt ab und konnte - wenn auch offensichtlich für ein paar Sekunden irritiert - weiterfahren.

Für die Weltmeisterschaft bedeutet das heutige Ergebnis, das sich der Eindruck aus dem Winter zu bestätigen scheint: Stoner und Rossi sind diejenigen, die es zu schlagen gilt. Ob Pedrosa mit hundertprozentiger Fitness wieder vorne mithalten wird, lässt sich jetzt noch nicht prognostizieren, in Ansätzen hat Dovizioso aber gezeigt, dass die Werks-Honda durchaus konkurrenzfähig ist. Weiter geht es in zwei Wochen mit dem Grand Prix von Japan.

Fotoquelle: Ducati

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