Bei Bridgestone war man mit dem ersten Rennen als Exklusiv-Ausrüster zufrieden

MotoGP 2009

— 15.04.2009

Bridgestone: Exklusiv-Premiere ist gelungen

Bridgestone stand bei seinem ersten MotoGP-Wochenende als Exklusiv-Ausrüster vor besonderen Herausforderungen, doch das Fazit fällt positiv aus

Aus Reifensicht gab es beim MotoGP-Saisonauftakt in Katar mehrere Premieren: Bridgestone fungierte erstmals als exklusiver Ausrüster, die neuen Einheitsreifen kamen erstmals zum Einsatz und die Zuweisung der Reifen an die einzelnen Fahrer wurde neu geregelt. Eine besondere Herausforderung war das Rennwochenende für Bridgestone auch wegen der Wetterkapriolen, die schließlich zu einer Verschiebung des MotoGP-Rennens auf Montag geführt hatten. Bridgestone-Entwicklungschef Tohru Ubukata zeigte sich im Interview mehr als zufrieden mit dem Saisonauftakt:

Frage: "Wie fühlen Sie sich nach dem ersten Rennen von Bridgestone als exlusiver Reifenausrüster?"
Tohru Ubukata: "Das Nachtrennen in Katar war im vergangenen Jahr einen unserer schwierigsten Aufgaben, wegen der kühlen Temperaturen und der rauen, sandigen Strecke. Deshalb kamen wir in diesem Jahr mit dem Wissen nach Katar, dass unsere Reifen wieder sehr gefordert sein werden. Ich bin jedoch sehr damit zufrieden, wie unsere Soft-und Medium-Mischungen an diesem Wochenende funktioniert haben. Ich glaube, dass das breitere Arbeitsfenster der einzelnen Reifen diesmal eine konstantere Performance ermöglicht hat. Mich ermutigt auch sehr, dass unsere Reifen mit den sandigen Bedingungen sehr gut zurechtgekommen sind."

Frage: "Hatten die in diesem Jahr höheren Temperaturen Auswirkungen auf die Reifenperformance?"
Ubukata: "Ja, in diesem Jahr war es rund 10 Grad Celsius wärmer als im vergangenen Jahr, deshalb haben sich die meisten Fahrer für die Medium-Mischung entschieden. Bei der weicheren Mischung gab es auf der rauen und sandigen Strecke bei der Hitze Probleme mit Graining, aber der Medium-Reifen kam mit diesen schwierigen Bedingungen besser zurecht. Mit den Medium-Reifen hatten wir sogar nicht einmal Probleme, sie auf Temperatur zu bringen, was ihm vergangenen Jahr unser Hauptproblem war. Das zeigt, dass wir mit der Erweiterung des Arbeitsfensters der diesjährigen Reifen gute Arbeit geleistet haben."

Frage: "Denken Sie, dass der neue Prozess der Reifenzuweisung mehr Fairness für alle Teams gebracht hat?"
Ubukata: "Wir arbeiten eng mit der FIM zusammen, um am Donnerstag vor dem Rennen die Reifen zuzuweisen. Die gesamte Zuweisung wurde von den Delegierten der FIM vorgenommen. Wir haben alle Reifen für die Zuweisung vorbereitet und dann haben die FIM-Vertreter die Reifen für jeden einzelnen Fahrer markiert und den Barcode der einzelnen Reifen neben dem Namen des Fahrers notiert. Die FIM-Delegierten haben zudem die Nummer des Fahrers auf jeden einzelnen seiner 20 Reifen geklebt. Wir haben dann die Reifen aufgezogen, die uns die Teams gegeben haben. Ich bin mir ganz sicher, dass die nötige Fairness gegeben war, da wir keine Möglichkeit hatten, die Reifenwahl für die einzelnen Fahrer zu beeinflussen. Das ist für Bridgestone sehr wichtig."

Frage: "Hat sich das neue Reifenreglement bewährt?"
Ubukata: "Ich bin mit dem neuen Reglement sehr zufrieden und ich denke, dass es in Katar gut funktioniert hat. Ich denke, dass wir für das erste Rennen die richtigen beiden Mischungen ausgewählt haben und ich glaube auch, dass die Teams mit diesen beiden Optionen zufrieden waren. Zwar hatte jeder Fahrer nur 20 Reifen, doch jedes Team hatte genügend zur Auswahl, um das gesamte Rennwochenende zu bestreiten - obwohl es um einen Tag verlängert wurde. Deshalb denke ich, dass die neuen Regeln funktionieren."

Frage: "Hat die Verschiebung des Rennens auf Montag irgendwelche Probleme bei der Reifenzuweisung bereitet?"
Ubukata: "Wir haben nach der Verschiebung keine weiteren Reifen zugewiesen und alle Teams konnten das Warmup und das Rennen am Montag mit den 20 Reifen pro Fahrer bestreiten, die ihnen ursprünglich zugewiesen worden waren. Das Warmup wurde zweimal gefahren, da alle Fahrer es ja auch schon am Sonntag bestritten hatten. Dadurch wurden einige Extrakilometer gefahren und ich denke, dass manche Fahrer lieber mehr Vorderreifen gehabt hätten, vor allem in der Medium-Mischung. Aber unsere Reifenstrategie ist eine Entscheidung für die Teams. Es waren auch sehr ungewöhnliche Umstände, doch sie haben auch gezeigt, dass das neue Reifenreglement flexibel genug ist."

Fotoquelle: xpb.cc

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