Michael Schumacher liebt das direkte Duell, geht aber keine unnötigen Risiken ein

MotoGP 2009

— 22.04.2009

Schumacher auf dem Motorrad: "Eine ganz neue Sache"

Michael Schumacher ist nach wie vor begeistert vom Motorradsport, wird aber beim Saisonstart der IDM nicht mit von der Bike-Partie sein

Kaum hatte Michael Schumacher seinen Formel-1-Helm an den Nagel gehngt, war der siebenfache Weltmeister auf einmal verstrkt auf zwei Rdern unterwegs: Das Motorradfahren hatte es dem ehemaligen Ferrari-Piloten schon seit langem angetan, doch im Renn-Ruhestand fand der 40-Jhrige einfach mehr Zeit, sich viel strker mit diesem Hobby auseinander zu setzen. Doch alle Ambitionen erhielten im Februar einen Dmpfer, als Schumacher in Cartagena einen schweren Sturz erlitt.

So muss der Saisonauftakt der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) am Wochenende ohne den Rekordchampion ber die Bhne gehen. "Ich bin gesundheitlich momentan einfach nicht in der Lage, berhaupt zu fahren", erklrte Schumacher seine Situation gegenber der 'dpa'. "Das ist der erste Punkt. Der andere ist: Wenn mir Rennstrecken nicht sicher genug sind, will ich da nach wie vor nicht fahren."

"Cartagena war ein Beispiel, dass ich auf der falschen Strecke zu sehr am Limit gefahren bin", sagte Schumacher rckblickend und verwies auf seinen Absteiger zu Jahresbeginn. Noch hat sich der frhere Formel-1-Dominator nicht vollkommen von diesem Sturz erholt, weshalb fr Schumacher auch keine Notwendigkeit besteht, auf dem Lausitzring am Gas zu drehen. "Ich wrde es krperlich schlichtweg nicht hinkriegen", meinte Schumacher.

"Ich kann gewisse Partien gar nicht trainieren - und die IDM ist ja doch schon ein Niveau, bei dem man nicht nur 'Just for Fun' mitfahren kann, auch wenn ich es in erster Linie aus Spa mache. Ich habe aber auch einen gewissen Anspruch an mich selbst - und wenn ich eh schon nicht der Schnellste und dann noch gehandicapt bin, kommen zwei Dinge zusammen, die nicht gerade hilfreich sind", erluterte Schumacher seine Einstellung.

berhaupt bereitet dem ehemaligen Formel-1-Rennfahrer das Biken derart viel Freude, weil es eben "eine ganz neue Sache" sei, die "berhaupt nichts" mit seiner frheren Karriere zu tun habe, wie der Kerpener weiter ausfhrte. "Die Emotionen und das Fahrgefhl sind wesentlich intensiver als im Rennauto, man ist so nah am Boden. Die Feinfhligkeit, die man auf dem Motorrad bentigt, ist immens hoch."

"Hinzu kommt, dass der Lernprozess einfach so interessant ist. Zusammen mit den Emotionen, die frei werden, ist das eine Sache, die mir sehr viel Spa macht", fasste Schumacher sein Motorrad-Credo zusammen. "Ich versuche sie natrlich so seris zu betreiben wie mglich, aber mit dem Wissen im Hinterkopf, dass ich nicht mehr Erster werden kann. Ich habe dabei aber keine versteckten Hoffnungen."

Fotoquelle: xpb.cc

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