Valentino Rossi hofft auf gute Bedingungen am Renn-Sonntag

MotoGP 2009

— 25.04.2009

Der Regen siegt: Kein Qualifying in Motegi!

Heftiger Regen macht Zeitenjagd in Motegi unmöglich: Startaufstellungen ergeben sich aus Freien Trainings - Valentino Rossi auf Pole-Position

Auch in Motegi erlebt der Grand-Prix-Zirkus kein einfaches Wochenende. Nach der Verschiebung des MotoGP-Rennens beim Auftaktwochenende in Katar, schlug auch der Regen in Japan wieder zu. Alle Qualifikationen wurden am Samstag abgesagt, weil die Bedingungen einen Fahrbetrieb nicht zuließen. Dort, wo gestern noch eine Ideallinie mit viel Grip war, fließt heute ein Bach, weil die Regenmassen alles überflutet haben.

Erst nach mehrstündiger Beobachtung und der Verschiebung der Qualifikationen von 125er-Klasse und MotoGP traf die Rennleitung ihre Entscheidung: Keine Zeitenjagd in Motegi. Zum Regen war später auch noch Nebel gekommen. Die Absage hat zur Konseqenz, dass sich die Startaufstellungen aller Klassen aus den besten Rundenzeiten aus den beiden Freien Trainings ergeben. Da es gestern trocken war und am heutigen Vormittag nass, sind die Freitagszeiten entscheidend.

Rossi zuversichtlich und kritisch zugleich

"Wir hatten jetzt leider nur diese beiden Sessions", kommentierte Valentino Rossi. Lächelnd fügte er hinzu: "Aber für mich ist das natürlich gut, denn ich hatte gestern die schnellste Zeit und starte daher nun aus der Pole-Position. Das ist hier auf dieser Strecke ganz wichtig. Wir müssen nun mal abwarten, wie die Bedingungen morgen sein werden. Ich hoffe, dass es trocken sein wird." Rossi hatte schon zuvor eine Verschiebung des Motegi-Wochenendes auf den oft regnerischen April kritisiert: "Wir hatten schon in Katar massive Probleme und stehen hier vor einem Desaster."

Die erste Startreihe wird sich Rossi mit Katar-Sieger Casey Stoner und seinem Yamaha-Teamkollegen Jorge Lorenzo teilen. Ich war mit den Einstellungen meines Bikes recht zufrieden, hätte aber gerne mehr Zeit auf nasser Strecke verbracht", erklärte Stoner. "Insgesamt war das doch etwas zu wenig. Irgendwo ist es dann doch sehr frustrierend, nur die Hälfte der Zeit auf der Strecke zu verbringen. Das wird sicherlich eine Lotterie im Rennen."

Weiter sagte der Australier: "Wir müssen einfach einmal abwarten, wie sich das Wetter morgen gestaltet. Wir sind mit beiden Setupvarianten sehr zufrieden. Im Trockenen sind wir ganz gewiss konkurrenzfähig. Im Regen waren wir hingegen noch nicht ganz da, wo wir sein sollten. Ich fühle mich jedenfalls bereit." Auch Jorge Lorenzo sieht im morgigen Rennen gute Chancen. "Ich bin zufrieden mit dieser Ausgangslage, denn ich bin im Freien Training auf dem Trockenen sehr schnell gewesen. Ich fühle mich wohl auf dem Bike und bin durchaus in Schlagdistanz zu Stoner und meinem Teamkollegen, denn ich war unter beiden Bedingungen recht flott unterwegs."

Aus der zweiten Startreihe gehen morgen die beiden Suzuki-Piloten Chris Vermeulen und Loris Capirossi sowie Tech-3-Yamaha-Fahrer Colin Edwards ins Rennen. Vor allem der Amerikaner dürfte auf Regen hoffen, denn Edwards war am Vormittag auf nasser Piste Schnellster. In der dritten Reihe freut sich Marco Melandri auf eine gute Ausgangsposition neben Andrea Dovizioso und Toni Elias.

Bradl mit guter Ausgangsposition

In der 250er-Klasse konnte sich Weltmeister Marco Simoncelli durch die Regenabsage kampflos die Pole-Position sichern. "Das ist natürlich klasse", so der Italiener. "Ich muss aber mal abwarten, wie es mit meinem Handgelenk geht. Im Training konnte ich immer nur wenige Runden am Stück fahren, bevor die Schmerzen zu groß wurden und mir die Kraft ausging. Das macht mir natürlich für das morgige Rennen Sorgen." In der ersten Reihe dürfen sich morgen auch Lokalmatador Hiroshi Aoyama, Alvaro Bautista und Mattia Pasini aufstellen.

In der kleinen Klasse darf sich Stefan Bradl freuen. Der Kiefer-Aprilia-Pilot holte sich am Freitag die drittbeste Rundenzeit und steht daher in der ersten Startreihe. "Durch die Wetterbedingungen ist es natürlich schwieirg, aber ich bin trotzdem sehr zufrieden. Ich bin im Regen und auch im Trockenen schnell und freue mich nun auf das Rennen morgen."

Die Pole-Position wird Andrea Iannone einnehmen. In der ersten Startreihe stehen neben Vorjahressieger Bradl und Polemann Iannone auch noch der Dominator der Wintertests, Julian Simon und Esteve Rabat. Für Sandro Cortese und Jonas Folger hat die Absage des Qualifyings jedoch nicht allzu gute Auswirkungen. Die beiden Deutschen hatten keine Chance auf weitere Verbesserungen. Corteste wird als Neunter aus der dritten, Folger als 14. aus der vierten Startreihe ins Motegi-Rennen gehen.

Fotoquelle: Yamaha

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