Jorge Lorenzo setzte sich gegen die versammelte Konkurrenz durch

MotoGP 2009

— 26.04.2009

Yamaha-Doppelsieg in Motegi: Lorenzo vor Rossi

Was für eine große Yamaha-Show: Jorge Lorenzo bezwingt Valentino Rossi - Dani Pedrosa Dritter vor Casey Stoner

Yamaha feiert einen fabelhaften Doppelsieg in Motegi. Doch nicht der amtierende Champion Valentino Rossi sicherte sich den Erfolg im 700. Grand Prix der Weltmeisterschafts-Geschichte, sondern Jorge Lorenzo. Der Spanier setzte sich im direkten Duell gegen seinen Markenkollegen durch und präsentierte sich als der stärkere Pilot an diesem Sonntag. Dani Pedrosa rettete mit einem starken dritten Rang die Honda-Ehre.

Beim Start konnte sich Rossi durchsetzen, von hinten schossen Chris Vermeulen und der von weit hinten kommende Dani Pedrosa nach vorn. Stoner fiel deutlich zurück und musste sich anschließend lange Zeit mit Marco Melandri auseinandersetzen. Der Italiener fuhr über weite Strecken ein bärenstarkes Rennen und konnte sich gut gegen den Katar-Sieger wehren. Stoners Problem: Er verlor den Anschluss an die Spitzengruppe.

Urplötzlich waren die Honda-Werksmaschinen auf der Höhe. An der Spitze saugte sich Lorenzo immer näher an seinen Markenkollegen Rossi heran, dahinter fuhren Pedrosa und Andrea Dovizioso starke Runden. Die beiden konnten sogar zeitweise auf das Führungsduo aufschließen, kamen allerdings nicht vorbei. Dahinter setzte sich Stoner zwar endlich von Melandri ab, aber er konnte trotz freier Fahrt nicht schnell zum Quartett an der Spitze aufschließen.

Honda fand plötzlich den Speed, Stoner nicht

Vorne wurde Rossi plötzlich etwas langsamer. Er konnte Lorenzo nicht mehr halten. Nach kurzem, aber heftgen Zweikampf konnte der Spanier vorbeiziehen. In der Folge setzte sich der junge Pilot aus Mallorca immer weiter ab. Von hinten drückte plötzlich Pedrosa. Es entwicklte sich ein herzhaftes Duell zwischen ihm und dem amtierenden Champion. Drei Runden lang wechselten die beiden immer wieder die Position, erst sechs Runden vor Schluss setzte sich der Spanier durch.

Aber gibt Rossi in solchem Fall auf? Nein, natürlich nicht. Der Italiener atmete eine Runde lang im Schatten von Pedrosa durch und setzte einen neuen Angriff. Mit Erfolg: Der "Doktor" setzte sich wieder an Rang zwei und ließ seinen Konkurrenten auf der Honda stehen. Chris Vermeulen bekam unterdessen Probleme. Der Australier hatte vermutlich einen weichen Hinterreifen gewählt und zahlte später den Preis dafür. Unterdessen verabschiedeten sich Toni Elias und Sete Gibernau mit Besuchen im Kiesbett aus dem Mittelfeld.

So langsam nahm dann auch Casey Stoner sein übliches Tempo auf. Der Australier robbte sich nach und nach an Dovizioso heran und setzte sich zwei Runden vor dem Ende auf den vierten Rang. Mehr war allerdings für den Weltmeister von 2007 nicht mehr drin, denn vorne waren Lorenzo, Rossi und Pedrosa bereits zu weit enteilt.

An der Spitze geriet Lorenzo nicht mehr in Gefahr und feierte einen sensationellen, makellosen Sieg in Motegi. Sein Teamkollege-Kollege Rossi zauberte mit Rang zwei ein noch größeres Lächeln in die Gesichter der zahlreichen Yamaha-Verantwortlichen an der Strecke. Dani Pedrosa überraschte nach Problemen im Training mit Rang drei. Stoner, Dovizioso und der starke Marco Melandri komplettierten die Top-6.

Fotoquelle: Bridgestone

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