Die Box des Honda-Teams: Es dauert rund acht Stunden, bis alles steht

MotoGP 2009

— 30.04.2009

Die Box: Das Büro der Rennfahrer

Dieses Büro legt allein in Europa 30.000 Kilometer im Jahr zurück, 50 Leute sind darin beschäftigt: Das Honda-Werksteam gewährt Einblicke in seine Box

Professionelle Rennfahrer haben mit ganz normalen Angestellten eines gemeinsam: Sie gehen jeden Morgen in ihr Büro. Der Unterschied ist, dass dieses Büro rund um die Welt reist und innerhalb kurzer Zeit auf- und abgebaut wird. Die Boxen sind die Schaltzentrale jedes MotoGP-Teams, hier werden die Maschinen vorbereitet und Strategien ausgearbeitet. Das Honda-Werksteam gewährt nähere Einblicke in die Boxen von Dani Pedrosa und Andrea Dovizioso.

Egal, wo auf der Welt sich der MotoGP-Tross gerade befindet - die Boxen sind immer nach dem gleichen Schema penibel aufgeräumt, damit die Teammitglieder ihre Arbeitsgeräte und das Material immer sofort zur Hand haben. Während der Europasaison, die am Wochenende mit dem Grand Prix in Jerez beginnt, kommen die sechs Renntrucks des Teams am Dienstag vor einem Rennen an der Strecke an. Am Mittwoch wird das "mobile Büro" dann aufgebaut.

Die Box ist sieben bis elf Meter breit - je nachdem, wie viel Fläche an der jeweiligen Rennstrecke zur Verfügung steht - und elf Meter lang. Sie sind das Erste, was aufgebaut und das Letzte, was nach dem Rennen wieder in den Truck verladen wird. Die sechs Truckies und vier weitere Mitarbeiter laden das Material am Mittwoch aus, räumen die Boxen ein und machen alles sauber, inklusive der Trucks selbst.

Das Entladen beginnt um 10:00 Uhr am Mittwochvormittag. Zuerst wird der Teppich verlegt, was etwa zwei Stunden dauert. Dann werden die Stellwände angebracht, was weitere zwei Stunden in Anspruch nimmt. Es folgen die Arbeitstische und die Werkzeugkisten, der Kommandostand für die Boxenmauer (45 Minuten), zwölf Monitore für die Box und vier für die Boxengasse (90 Minuten) und schließlich die Werkzeuge, die an einem Rennwochenende am häufigsten benutzt werden, um an den Einsatz- und Ersatzbikes zu arbeiten.

In den sechs Trucks werden rund 17 Tonnen Material quer durch Europa gefahren. In drei Trucks sind das Material für das Team, die Motorräder, die Ersatzteile und Ähnliches untergebracht. Die anderen Trucks transportieren das Material für den Catering-Service sowie die Büros, die von der Presse- und der Marketingabteilung genutzt werden. Die Trucks legen pro Jahr rund 30.000 Kilometer quer durch Europa zurück. Für die Überseerennen wird das Material in 50 Boxen verladen und von der Serienleitung von Strecke zu Strecke gebracht.

Wenn die Boxen stehen, beginnt die richtige Arbeit des Teams. Wenn das Training beginnt, steigt die Anspannung im "mobilen Büro". Der Höhepunkt ist dann das Rennen am Sonntag. Danach gibt es noch Teammeetings und schon wird alles wieder eingepackt. Die Reise geht von Jerez weiter nach Le Mans, Mugello, Barcelona, Assen, Brünn...

Zahlen und Fakten:

Trucks: Sechs Sattelschlepper, drei für das Material, zwei für das Catering und einen für Presseabteilung und Marketing
The numbers of the Repsol Honda Team

Transportiertes Material: 17.000 Kilogramm

Zurückgelegte Kilometer: rund 30.000

Größe: Zwischen sieben und elf Metern Breite und elf Meter Länge

Personal für Auf- und Abbau: Sechs Truckies und vier weitere Mechaniker

Benötigte Zeit: Acht Stunden

Aufbautag: Mittwoch vor dem Rennen

Abbautag: Sonntag nach dem Rennen bis in die Nacht

Personal im Honda-Werksteam: 50 Mitarbeiter
Sechs Mechaniker pro Fahrer
Ein Telemetriefachmann pro Fahrer
14 Ingenieure
Vier Journalisten
Elf Manager für Logistik, Ersatzteile, Organisation und Koordination
Sieben Mitarbeiter Catering

Fotoquelle: Repsol

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