In der Zeitenliste von Jerez lagen Stoner und Hayden keineswegs so eng zusammen

MotoGP 2009

— 01.05.2009

Ducati: Stoner in Form, Hayden in Schwierigkeiten

Während Katar-Sieger Casey Stoner in Jerez auf Anhieb gut zurecht kam, machten Nicky Hayden einmal mehr die harten Reifen zu schaffen

P3 und P17 - die Erfolgsschere klaffte bei Ducati nach dem ersten Freien Training in Jerez einmal mehr weit auseinander. Casey Stoner kam nach 16 Umläufen in Spanien und einer Rundenzeit von 1:40.268 Minuten auf den sehr guten dritten Rang nach vorne, doch Teamkollege Nicky Hayden tat sich wieder schwer mit den harten Reifen. Der US-Amerikaner legte 21 Umläufe zurück, klassierte sich letztendlich allerdings nur auf dem 17. und vorletzten Platz - mit 2,269 Sekunden Rückstand.

Dementsprechend fielen auch die ersten Einschätzungen der beiden Ducati-Fahrer ziemlich unterschiedlich aus. Stoner konnte mit seinem Auftritt jedenfalls recht zufrieden sein: "Wir haben mit dem Setup von den Testfahrten begonnen und alles hat sich prima angefühlt", berichtete der Australier. "Wir haben an einigen Stellen noch mit kleineren Problemen zu kämpfen, aber das ist eigentlich hauptsächlich auf den Reifendruck zurückzuführen."

"Dieser war etwas zu hoch und wir müssen da einfach etwas runtergehen", erläuterte Stoner und ging näher auf seine Aufgabenliste im Training ein: "Wir haben das zweite Bike ausprobiert, aber da gab es technische Schwierigkeiten. Daher habe ich wieder auf mein erstes Motorrad gewechselt und konnte ein paar Dinge ausprobieren, die das Setup schwer verbessert haben. Das Bike hat sehr gut eingelenkt, aber ich habe ein paar Mal die Front verloren, was wir uns noch nicht erklären können."

"Wir haben dann etwas versucht, was der Stabilität zugute kam, aber das Einlenken verschlechtert hat. Daran müssen wir am Samstag noch einmal arbeiten, um die richtige Balance zu finden", meinte der MotoGP-Champion von 2007. "Jedenfalls ist es schön, wieder in Europa zu sein und unter 'normalen' Bedingungen zu arbeiten. Das Wetter ist einfach herrlich und es war klasse, endlich wieder ein dunkles Visier zu tragen. Hoffentlich bleibt das Wetter so."

"Ich bin mir sehr sicher, dass wir über Nacht die nötigen Veränderungen am Bike vornehmen können, um am Samstag einige Fortschritte zu machen", schloss der Drittplatzierte und übergab das Wort an Hayden, der für sein Abschneiden nur wenig positive Worte fand: "Das war nicht unbedingt eine großartige Session für uns, aber so übel war der Trainingsauftakt nun auch wieder nicht", gab der US-Amerikaner zu Protokoll. "Das Bike unterscheidet sich etwas von dem Zustand bei den Testfahrten."

"Wir hatten damals kein unbedingt perfektes Setup, haben also einige Veränderungen vorgenommen und sind mit beiden Motorrädern und dem harten Reifen unterwegs gewesen, um ein besseres Verständnis zu bekommen. Ich hatte mit dem harten Reifen kürzlich ein paar Probleme, also haben wir uns heute nur diesem Gummityp gewidmet, um das Bike dahingehend abzustimmen. Die Rundenzeit ist nicht das, was wir uns erhofft hatten", gestand der frühere Honda-Fahrer.

"Aber zumindest war schon einmal mein Gefühl ganz gut. Ich war mir nicht ganz sicher, wie ich körperlich drauf sein würde. Ganz wohl war mir da draußen nicht in meiner Haut, aber ich kann trotzdem fahren", sagte Hayden. "Jetzt müssen wir uns im Team noch über ein paar Dinge unterhalten und hoffen einfach darauf, am Samstag einen Schritt nach vorn machen zu können. Ich muss einfach schneller sein", erkannte der Ducati-Pilot anschließend.

Fotoquelle: Ducati

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