Jorge Lorenzo will aus seinem Fehler lernen und ihn dann schnell abhaken

MotoGP 2009

— 07.05.2009

Lorenzo: "Crash war ganz allein mein Fehler"

Jorge Lorenzo sucht nach seinem Crash beim Heimrennen keine Ausreden, sondern steht zu seinem Fehler und geht nun gereifter damit um

Das Heimrennen vor 120.000 begeisterten Fans im spanischen Jerez sollte fr Jorge Lorenzo eine Triumphfahrt werden. Der Yamaha-Pilot kam als WM-Spitzenreiter nach Andalusien und startete von der Pole Position. Doch seine Trume, nur eine Woche nach Motegi seinen zweiten Saisonsieg einzufahren, scheiterten. Der Spanier verlor schon zu Rennbeginn an Boden. Seine Aufholjagd war in Runde 24 beendet, als er im Kampf um Platz drei gegen Casey Stoner strzte.

Schon im vergangenen Jahr hatte Lorenzo des fteren Topergebnisse verloren, weil ihm in den Rennen Crashs dazwischenkamen. In diesem Jahr will er das nicht mehr so oft wieder holen. Und er will auch aus seinem Missgeschick von Jerez lernen. Auf seiner Internetseite nahm er den Unfall komplett auf seine eigene Kappe.

"Der Crash am Sonntag war ganz allein mein Fehler und es gibt keinen Grund, nach Ausreden zu suchen", schrieb Lorenzo. "Es wrde nichts bringen, den Reifen die Schuld zu geben oder zu sagen, dass die Strecke heier war als am Samstag. Denn wenn ich beim Rennstart schneller gewesen wre, dann htte ich am Ende nicht mehr so viel riskieren mssen."

Er knne nicht genau sagen, was er tun wrde, wenn er das Rennen noch einmal angehen wrde, aber: "Mir ist jetzt klar, dass die Jagd auf Stoner riskanter war als ich vor dem Crash dachte." Lorenzo zeigte sich gereift: "Das Gute ist, dass ich gelernt habe, ruhig und kontrolliert zu bleiben. Ich bin cooler und berechnender geworden. Deshalb werde ich nach Unfllen wie diesem nicht mehr so wtend."

Er habe gelernt, das Maximale aus jedem einzelnen Moment herauszuholen, so Lorenzo, "egal ob er gut ist oder schlecht". Das bedeutet: "Wenn es nicht nach Plan luft, musst du daraus so viel wie mglich lernen und es dann abhaken, denn man lebt nur einmal. Es bringt nichts, sich selbst zu qulen, in dem man einen Grund fr alles sucht. Ich habe in meiner Karriere schon hhen und Tiefen erlebt, deshalb wei ich, wovon ich rede. In der Vergangenheit hat es ewig gedauert, bis ich Tiefpunktte berwunden habe. Aber jetzt wei ich, wie man so schnell wie mglich das Blatt wieder wendet."

Fotoquelle: Yamaha

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