Valentino Rossi rechnet sich in Le Mans gute Chancen auf den Sieg aus

MotoGP 2009

— 14.05.2009

Pre-Event-PK: Yamaha-Erwartungen und Tour de France

Valentino Rossi, Casey Stoner, Colin Edwards, Randy de Puniet und Marco Melandri waren die Gäste der PK im Vorfeld des Grand Prix von Frankreich

Neben den Erwartungen der fünf anwesenden MotoGP-Stars bei der Pressekonferenz für das bevorstehende Rennwochenende in Le Mans stand auch der neuerdings abgeänderte Zeitplan an einem Grand-Prix-Wochenende im Vordergrund. Zur Reduzierung der Kosten wurden vor dem Saisonstart alle Trainings am Freitagvormittag gestrichen und die Dauer je Einheit auf 45 Minuten gekürzt. Auf Druck der Piloten wurde beim letzten Grand Prix in Jerez beschlossen, dass die Königsklasse MotoGP wieder eine volle Stunde pro Trainingssitzung zur Verfügung hat.

WM-Leader Valentino Rossi, der mit beträchtlicher Verspätung zur Pressekonferenz erschien, da er tagsüber in Paris bei einer PR-Aktion zur Markteinführung des Energydrinks Monster war und mit einem Helikopter eiligst nach Le Mans geflogen wurde, kann den verlängerten Trainings nur Positives abgewinnen: "Die Anzahl der Reifen bleibt gleich wie bisher. Aber mit 15 Minuten mehr Zeit in jedem Training ist es möglich, während einer Session am Motorrad gröbere Änderungen durchzuführen. Das ist sicherlich positiv und ich denke, alle Fahrer sind zufrieden mit dieser Maßnahme", meinte der achtfache Champion. Seine Kollegen schlossen sich Rossis Worten einstimmig an.

Le Mans ist eine Yamaha-Strecke

Für das vierte Rennen der Saison fühlt sich Rossi in einer starken Position, wenngleich er auch von einer schwierigen Strecke spricht: "Diese Strecke hier ist immer schon der Yamaha entgegengekommen - egal ob mit der 500er-Zweitakter oder auch in MotoGP mit den 990er-Maschinen und jetzt mit den 800ern. Schon vergangenes Jahr haben wir mit den Bridgestone-Reifen einen guten Job gemacht und jetzt haben wir das gleiche Material. Daher dürfen wir uns ein gutes Ergebnis erwarten. Aber man weiß ja nie, was passiert. Vor allem das Wetter hier ist meistens sehr wechselhaft. Die Vorhersagen für dieses Wochenende sind auch nicht gerade gut."

"Wir gehen davon aus, dass die Modifikationen am Motorrad von Jerez auch hier funktionieren werden", so Rossi. "Diese Strecke ist nicht einfach zu meistern. Es gibt sehr viele unterschiedliche Bremszonen. Auch die Bergabpassagen sind nicht einfach zu fahren, wo das Motorrad nur schwer zu kontrollieren ist. Der letzte Abschnitt ist sehr eng und winkelig, vor allem in der letzten Kurve ist es schwierig, eine gute Linie zu finden. Und dann auch Kurve eins, die sehr schnell durchfahren wird. Hier kommt es auf ein sehr gutes Setting in den Bremszonen an. Die Strecke unterscheidet sich grundlegend von Jerez."

Stoner erwartet nicht viel

Trotz eines guten Starts in die Saison blickt Ducati-Star Casey Stoner einem schwierigen Wochenende entgegen: "Die Dinge können sich jederzeit ändern, aber mit dieser Strecke habe ich meine Schwierigkeiten und möglicherweise ist es gerade das, warum ich mit Le Mans nicht klarkomme. In der Vergangenheit hatten wir viele Möglichkeiten, auf das Podium zu fahren, aber leider sind uns nie die Resultate gelungen, die wir eigentlich erreichen wollten. Vom Speed war ich immer bei der Spitze, aber am Renntag fehlte immer irgendetwas am Equipment, um einen Erfolg zu landen. Für dieses Wochenende denke ich schon, das wir konkurrenzfähig sein werden. Das Ergebnis von Jerez zeigt dies."

Auf die Eigenschaften des Circuit Bugatti angesprochen, meinte der 23-jährige Australier: "Es ist verdammt schwierig, das Bike für jede Kurve abzustimmen. In den Bremszonen ist die Maschine sehr stabil, aber im Kurvenscheitel und am Ausgang kämpfen wir mit Problemen. Wir sollten aber schon eine Lösung finden, damit es in diesen Passagen einfacher zu fahren ist."

Edwards bleibt auf zwei Rädern

Die Lacher hatte "Texas-Tornado" Colin Edwards auf seiner Seite, als er auf die Frage nach seinen Zukunftsplänen meinte: "Was ich nächstes Jahr machen werde? Vielleicht fahre ich die Tour de France. Nein, Spaß beiseite - aber bestimmt irgendetwas mit zwei Rädern!"

Auf den Verlauf seiner bisherigen Saison angesprochen, blieb Edwards ernst bei der Sache: "Katar war gar nicht so schlecht. Zwar hatten wir einen schlechten Start, aber ansonsten war das Rennen recht anständig. In Japan passierte uns ein dummer Fehler, der eigentlich nicht vorkommen sollte, aber es ist nun mal passiert. In Jerez war das erste Mal, dass wir uns gedacht haben, alles beisammen zu haben, aber im Endeffekt hat nichts gepasst und so konnte ich auch nicht angreifen, wie ich es eigentlich tun wollte. Daraus müssen wir halt lernen."

De Puniet voll motiviert

Nach seinem tollen vierten Platz in Jerez geht Lokalmatador Randy de Puniet voll motiviert in seinen Heim-Grand-Prix: "Das Rennen in Jerez hat uns einen unglaublichen Motivationsschub für mein Heimrennen gegeben. Wie auch immer, hier müssen wir wieder bei null beginnen. Wir kommen auch immer besser mit den Bridgestone-Reifen zurecht und achten auch darauf, dass wir mit dem Setup ständig Fortschritte machen", sagte der Franzose.

Sehr bodenständig zeigte sich Marco Melandri, der mit seinem Hayate-Team in den letzten zwei Rennen für Überraschungen sorgte: "Zurzeit läuft es sehr gut für mich. Das Rennen in Jerez war einen wunderbare Sache. Nach Japan hatte ich eigentlich nicht wieder mit so einem guten Ergebnis gerechnet, aber der Start war gut, das Bike hat hervorragend funktioniert und so kam das Ganze zustande. Das Team arbeitet auch sehr hart an unseren Zielen und das macht mich sehr glücklich. Es wird aber nicht einfach, solche Ergebnisse in jedem Rennen zu erzielen", sagte der Italiener.

Fotoquelle: Yamaha

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