Daniel Pedrosa liegt nur neun Punkte hinter WM-Leader Jorge Lorenzo

MotoGP 2009

— 17.05.2009

Honda hat nach Le Mans die WM im Blick

Nach den Plätzen drei und vier ist man im Repsol-Honda-Team motiviert, in der Weltmeisterschaft weiter anzugreifen und den Rückstand zu verkürzen

Dani Pedrosa waren die feuchten Bedingungen zu Beginn des heuten MotoGP-Rennens in Le Mans überhaupt nicht recht. Der Polesitter fiel nach einem guten Start bis auf den fünften Platz zurück und war offenbar nicht in der Lage mit dem späteren Sieger Jorge Lorenzo mitzuhalten. Also entschied sich Pedrosa als einer der ersten Piloten dazu in die Box zu kommen und auf die mit Slickreifen ausgerüstete Ersatzmaschine umzusteigen.

Auf der abtrocknenden Piste fiel der Spanier aber zunächst weiter zurück, denn Rossis Sturz und die ungleichmäßigen Bedingungen verunsicherten ihn: "Auf der ersten Runde mit den Slickreifen stürzte Rossi direkt vor mir. Deshalb wurde ich wegen der Streckenverhältnisse noch nervöser. Ich konnte wirklich sehen, wo es noch nass und wo es schon trocken war."

Doch der frühe Wechsel sollte sich für Pedrosa trotzdem noch auszahlen, denn als die Ideallinie endlich vollständig abgetrocknet war, hatte er sich auf die Slicks schon richtig eingeschossen. "Gegen Rennende hatte ich die richtige Reifentemperatur. Ich fand meinen Rhythmus und wurde schneller und schneller. Die Lücke zu Andrea wurde immer kleiner", sagte Pedrosa.

Pedrosas Teamkollege Andrea Dovizioso lag zu dem Zeitpunkt auf Rang drei und profitierte lange Zeit davon, dass er erst nach elf Runden in die Box kam, um das Motorrad zu wechseln. Doch nun war Pedrosa eindeutig der schnellere der beiden Repsol-Honda-Piloten. Pedrosa: "Am Ende hatte ich ihn eingeholt und überholte ihn in der letzten Runde, ganz knapp vor dem Ziel."

Dovizioso verpasst das Happy-End

Dovizioso war über dieses Manöver selbstredend nicht begeistert, hatte er das Siegerpodest doch bereits unmittelbar vor Augen. "Dani war in der letzten Runde auf der Geraden neben mir. Ich versuchte, die Tür zuzumachen und bremste sehr spät. Aber er war innen und das bedeutet, dass ihm die Kurve gehörte. Dann kam ich am Kurvenausgang etwas weit raus und konnte ihn nicht mehr einholen", berichtete Dovizioso.

Und was hatte Dovizioso zum Boxenstopp inklusive Motorraftausch zu sagen? "Es war das erste Mal, dass ich so einen Motorradwechsel gemacht habe und ich denke, dass es gut funktioniert hat. Unser Timing war ok, obwohl ich vielleicht zwei Runden früher hätte reinkommen können. Wie auch immer, ich kam als Dritter wieder auf die Strecke und war auf dem Weg zum Siegertreppchen. Aber es hat nicht gereicht."

Honda blickt in Richtung WM-Führung

Hondas Team-Manager Kazuhiko Yamano hatte für seine beiden Fahrer nach dem Rennen ausschließlich lobende Worte parat: "Beide Fahrer haben bei wirklich herausfordernden Bedingungen einen tollen Job gemacht. Deshalb möchte ich ihnen danken. Der dritte und vierte Platz ist ein gutes Ergebnis für das Team, da das Wetter die Angelegenheit sehr verkompliziert hat."

Mit Blick auf die Gesamtwertung sagte Yamano: "Dani ist jetzt nicht so weit weg vom WM-Führenden. Wir müssen also sicherstellen, dass er und Andrea das richtige Material bekommen. Und das nächste Rennen in Mugello ist Andreas Heim-Grand-Prix, also wird er sehr motiviert sein, ein weiteres tolles Ergebnis einzufahren."

Fotoquelle: Bridgestone

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