Motorradwechsel bei Casey Stoner: Danach lief es deutlich besser...

MotoGP 2009

— 17.05.2009

Le Mans: Stoner rettet elf Punkte

Kein Freudentag für das Ducati-Werksteam in Le Mans: Casey Stoner wurde nach einem schwierigen Rennen Fünfter, Nicky Hayden landete auf Platz zwölf

Die gute Nachricht zuerst: Casey Stoner hat heute in Le Mans in der WM-Wertung mit Valentino Rossi gleichgezogen. Allerdings liegt der Champion von 2007 trotzdem nicht an der Spitze des Zwischenklassements, denn die hat mit einem Zähler Vorsprung Sieger Jorge Lorenzo erobert. Ducati erlebte in Frankreich keinen einfachen Sonntag.

Stoner erwischte einen soliden Start und lag schon an zweiter Stelle, doch bei noch nassen Verhältnissen fiel er binnen weniger Runden auf Rang sieben zurück. Nach dem Motorradwechsel kämpfte er auf Trockenreifen noch seinen Landsmann Chris Vermeulen nieder und wurde Fünfter. Das bedeutet an einem schlechten Tag elf wertvolle WM-Punkte: "Man muss es positiv sehen", sagte Teamchef Livio Suppo. "Vor einem Jahr hatten wir zu diesem Zeitpunkt schon 41 Punkte Rückstand."

"Ich bin enttäuscht, denn heute konnten wir unser Potenzial nicht entfalten", bilanzierte Stoner. "Mit dem Regenbike hatte ich keine Traktion. Ich fühlte mich nie wohl und verlor viel Zeit, aber für Trockenreifen war es noch zu nass. Nach dem Wechsel trat ein Problem mit dem Lenkungsdämpfer auf. Nach vier Runden musste ich meine Hand vom Gas nehmen, um das selbst zu lösen. Danach lief es viel besser und ich konnte mein Potenzial halbwegs ausschöpfen."

"Ich glaube, wenn das nicht passiert wäre, hätte ich auf das Podium kommen können. Aber gut, diese Dinge passieren eben manchmal. Ich hoffe nur, dass es beim nächsten Mal besser läuft", blickte er bereits auf das Ducati-Heimspiel in Mugello voraus und kündigte an: "Ich habe dort schon gute Ergebnisse erreicht und ich glaube, dass unser Paket dieses Jahr besser ist als beim letzten Mal. Daher hoffe ich, vorne mitmischen zu können."

Teamkollege Nicky Hayden konnte seine Krise auch mit Neo-Renningenieur Juan Martinez nicht abschütteln und wurde hinter dem Gresini-Honda-Duo enttäuschender Zwölfter. Der Amerikaner wechselte sehr spät das Motorrad und lag daher zwischenzeitlich an vierter Stelle, kämpfte aber effektiv gegen Mika Kallio um den achten Platz. Beim Sturz des Satellitenfahrers bekam auch Haydens GP9 etwas ab, weil sich die beiden Ducatis berührten.

"Ich hatte Glück, denn der Einschlag war hart. Man sieht sogar die Gummispuren auf meinem Motorrad", so Hayden. "Außerdem war ich kurz neben der Strecke. Dadurch habe ich einige Positionen verloren und der Vorderradsensor wurde beschädigt. Zum Glück gibt es davon zwei, sodass das Motorrad normal funktionierte, aber geholfen hat es wohl auch nicht. Juan und ich haben hier erstmals zusammengearbeitet. Ich hoffe, dass wir gemeinsam vorankommen werden."

Fotoquelle: Ducati

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