Gelehrig folgt Schüler Vermeulen dem Altmeister Capirossi

MotoGP 2009

— 30.05.2009

Capirossi schrammt knapp an der Pole vorbei

Suzuki eroberte im Qualifying in Mugello dank "Oldie" Loris Capirossi die dritte erste Reihe in Folge - Chris Vermeulen auf Platz elf

Obwohl Loris Capirossi bei seinem Heimrennen noch kurz vor Schluss des Qualifyings die Bestzeit inne hatte, strahlte er wie ein Honigkuchenpferd und freute sich darüber, sein stählernes Streitross als Dritter in die erste Reihe geführt zu haben: "Ich habe wirklich alles gegeben und am Ende eine super Runde hingelegt."

Die Mechaniker haben die ganze Nacht am Arbeitsgerät des Altmeisters geschraubt. "Gestern Nachmittag war das Motorrad schrecklich, daher gilt mein Dank den Mechanikern, dass sie ein Setup gefunden haben. Heute Morgen hat das Bike wirklich gut funktioniert und ich bin sehr glücklich."

Denning lobt die Capirossi-Crew

Den Glücksmoment, endlich wieder in der ersten Reihe zu stehen, genoss die gesamte hellblaue Mannschaft. Stellvertretend erklärte Teamchef Paul Denning: "Es ist großartig, wieder in der ersten Reihe zu stehen, besonders weil es im Feld dermaßen eng zugeht. Ein guter Job von Loris und seiner Crew, die ihm eine Maschine zur Verfügung gestellt hat, mit der er in die erste Reihe fahren konnte."

Für Capirossi ist es nichts Neues, bei seinem Heim-Grand-Prix aus der vordersten Reihe zu starten, denn bereits in der vergangenen Saison ist ihm das gelungen. Es ist nun bereits die dritte erste Startreihe in Folge für Suzuki in Mugello, denn 2007 gelang Chris Vermeulen dieses Kunststück.

Vermeulen allerdings muss sich immer deutlicherer Kritik stellen, schließlich wird er inzwischen regelmäßig von seinem Teamkollegen in die Schranken gewiesen. Nichtsdestotrotz stimmt die Chemie im Team, denn Vermeulen gratulierte nicht nur pflichtschuldig Capirossi, sondern bedankte sich auch ausdrücklich bei ihm.

"Loris hat mir in dieser Session sehr geholfen", sagte der Australier, der lediglich Elfter wurde. "Er hat mir einige Linien gezeigt, die seine 20-jährige Erfahrung hier produziert hat, und man erkennt die Unterschiede, wenn man ihm hinterherfährt. Das hat mir zum Ende der Qualifikation geholfen."

Trendwende in Mugello?

Nun hofft die Suzuki-Mannschaft logischerweise auf ein ebenso gutes Rennen, aber nicht nur das. Denn die erste Reihe "wird das Selbstvertrauen von Loris stärken - nicht nur morgen. Das sollte ein Kickstart für die gesamte Saison werden", hofft Denning.

Der Suzuki-Star der Qualifikation schaut tatsächlich schon weiter als zum morgigen Rennen: "Ich weiß, dass in der Suzuki-Fabrik schwer geschuftet wird", erklärte Capirossi, "und ich hoffe, dass der neue Motor, der in Barcelona zum Einsatz kommen wird, uns noch mehr helfen wird."

Für das morgige Rennen hütet sich der Altmeister allerdings davor, überbordende Erwartungen zu schüren: "Das morgige Rennen wird für alle sehr hart", sagte Capirossi und ergänzte: "Ich habe nichts zu verlieren, gebe mein Bestes und werde sehen, was passiert."

Fotoquelle: Suzuki

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