Gesenktes Haupt: Valentino Rossi ist in Mugello doch nicht unschlagbar

MotoGP 2009

— 31.05.2009

Rossi: "Podium ist besser als nichts"

Liebend gerne hätte Valentino Rossi in Mugello den achten Sieg in Serie gefeiert, aber FIAT-Yamaha musste sich Casey Stoner geschlagen geben

Nichts ist es geworden mit dem achten Sieg hintereinander! Stattdessen musste sich Valentino Rossi heute bei seinem MotoGP-Heimrennen in Mugello bei zwischen nass und trocken wechselnden Bedingungen nicht nur Ducati-Triumphator Casey Stoner geschlagen geben, sondern auch seinem Teamkollegen Jorge Lorenzo.

Dabei hatte alles so gut angefangen: Der Superstar der italienischen Fans fiel zwar am Start kurzzeitig vom vierten auf den sechsten Platz zurück, kam dann aber immer besser in Schuss und ging in der achten Runde sogar erstmals in Führung. Diese verlor er allerdings wenig später an Marco Melandri auf der Hayate-Kawasaki, sodass er im zehnten Umlauf nur als Zweiter zum Flag-to-Flag-Wechsel an die Box kam, um auf eine mit Trockenreifen ausgestattete Yamaha YZR-M1 zu springen.

Erstmals seit 2001 in Mugello geschlagen

Von da an ging es zunächst einmal bergab: "Im Nassen war ich sehr stark, aber im Trockenen hatten wir ein Problem und ich war nicht schnell genug", analysierte der 30-Jährige, der dem Rennausgang aber auch etwas Gutes abgewinnen konnte: "Ich hatte in solchen Rennen in der Vergangenheit immer Pech, daher bin ich froh, dass ich vor all meinen Fans wenigstens auf das Podium steigen durfte. Das ist ein gutes Ergebnis."

Vor allem ist es ihm gelungen, die bittere Niederlage von Le Mans vergessen zu machen, auch wenn er den fünften Grand Prix des Jahres natürlich am liebsten gewonnen hätte: "Es war nicht einfach, auf das Podium zu kommen. Schade, dass meine Serie nach sieben Siegen gerissen ist, aber es ist auch ganz normal. Das ganze Wochenende war schwierig, aber das Rennen heute war total verrückt", schüttelte Rossi den Kopf.

In der Fahrerwertung liegt der "Doktor" nun mit 81 Punkten an dritter Stelle - neun Zähler hinter Stoner und fünf hinter Lorenzo. Letzterer steht nun unter Druck, denn das nächste Rennen steigt in zwei Wochen in seiner Heimat. Rossi: "Das Podium ist besser als nichts und in der Weltmeisterschaft ist alles ziemlich eng beisammen. Ich bin schon gespannt, wie es beim nächsten Rennen in Barcelona weitergehen wird."

Miserabler Start für Lorenzo

Für Lorenzo begann der Arbeitstag noch weitaus schlimmer, denn der Spanier stürzte schon in der Runde aus den Boxen heraus und musste auf das Ersatzmotorrad wechseln - in einem Flag-to-Flag-Rennen, in dem man immer eine zweite Maschine einsatzbereit an der Box stehen haben sollte, gewiss kein Vorteil. Aber die Yamaha-Crew leistete gute Arbeit, sodass Lorenzo auch nach einem katastrophalen Start noch das Bike wechseln und Zweiter werden konnte.

Dementsprechend positiv fiel die Bilanz des besten Rookies der vergangenen Saison aus: "Ich bin ziemlich glücklich. Nach meinem Sturz in der Aufwärmrunde war ich sehr besorgt, dass mir im Regen die Pace abgehen könnte. Am Start hatte ich dann auch noch Wheelspin und ich fiel fast bis auf den letzten Platz zurück. Von da an war das Rennen aber ein einziger Traum", berichtete Rossis Teamkollege, der dieses Jahr konstant punktet.

Fotoquelle: Yamaha

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