Zu Rennbeginn sah es für Chris Vermeulen noch sehr gut aus

MotoGP 2009

— 31.05.2009

Suzuki ging in Mugello zum Schluss die Puste aus

Obwohl beide Suzuki-Piloten das Rennen in Mugello zwischenzeitlich anführten, wurden Loris Capirossi und Chris Vermeulen nur Fünfter bzw. Zehnter

Die MotoGP-Saison 2009 ist inzwischen fünf Rennen alt, aber erst ein Rennen, nämlich das in Jerez Anfang Mai, konnte planmäßig bei konstant trockenen Verhältnissen ausgetragen werden. Bei allen anderen Rennen nahm der Wettergott massiv Einfluss auf den jeweiligen Rennverlauf: Absage und Verschiebung des gesamten Rennens in Doha, Regen in Fuji und abwechselnd Regen und Trockenheit in Le Mans.

Das Pfingstwochenende in Mugello verlief wiederum anders, denn während am Samstag noch die Sonne vom strahlend blauen Himmel auf das Autodromo del Mugello schien, regnete es am Sonntagvormittag in der Toskana. Ergebnis: Das MotoGP-Rennen wurde zwar als "Wet Race" gestartet, aber da es aufgehört hatte zu regnen, trocknete die Piste schon bald wieder ab.

Profiteur des Rennstarts auf feuchtem Asphalt war zunächst Suzuki-Pilot Chris Vermeulen, zwar nur von der vierten Startreihe aus ins Rennen ging, aber am Ende der ersten Runde das Feld sensationell anführte. "Ich hatte einen guten Start und alle bremsten sehr früh vor der ersten Kurve. Das gab mir die Möglichkeit eine weitere Linie zu wählen, wo es etwas trockener war, und ich konnte bis auf den zweiten Platz vorfahren", so Vermeulen anschließend.

"Ein paar Kurven später schob ich mich auf den ersten Platz und so lange die Strecke nass war, fühlte sich auch alles ganz gut an", so Vermeulen. Doch in den folgenden Runden verlor der Australier etwas an Boden. "Als es trockener wurde, hatte ich mit der Haftung am Hinterrad zu kämpfen. Ich fuhr so gut ich konnte, um an der Spitze dranzubleiben."

Vermeulen war auf Slicks chancenlos

Früher oder später mussten alle Fahrer auf ihre Ersatzmaschinen wechseln, die mit Slicks ausgerüstet waren, das war bereits nach wenigen Runden offensichtlich. Vermeulen: "Ich denke, ich habe den Wechsel zum richtigen Zeitpunkt vollzogen, aber danach kämpfte ich damit, die Reifen auf Betriebstemperatur zu bekommen." In der Folge fiel die Startnummer sieben immer weiter zurück und wurde bis auf Platz zwölf durchgereicht.

Immerhin konnte Vermeulen kurz vor Ende des Rennens noch zwei Positionen gutmachen und kam schlussendlich als Zehnter ins Ziel. "Leider war er nicht in der Lage den selben Grip aus den Reifen zu holen, den Loris auf Slicks hatte", sagte Suzuki-Boss Paul Denning nach dem Rennen.

Tatsächlich lief es bei Vermeulens Teamkollegen Loris Capirossi bei trockenen Verhältnissen deutlich besser. Von Platz drei aus ins Rennen gestartet, versuchte der Italiener auf dem nassen Asphalt nicht zu viel zu riskieren und überließ zunächst Vermeulen das Rampenlicht der Spitze. Nach dem Boxenstopp und dem Wechsel auf Slickreifen, schien aber Capirossis großer Moment gekommen zu sein.

Capirossi beklagt sich über zu wenig Power

"Nach dem Motorradwechsel war ich sofort schnell und habe versucht Casey einzuholen", so Capirossi. Für kurze Zeit konnte sich der Lokalmatador sogar vor Casey Stoner setzen, hatte dann aber auf der langen Start-Ziel-Geraden keine Chance gegen die leistungsstärkere Ducati des Australiers. "Wir brauchen nun viel Unterstützung von Suzuki, denn es ist schwierig den schnelleren Jungs auf den Geraden zu folgen. Das ist es, was uns im Moment zurückhält", beklagte sich Capirossi.

Dass es der Suzuki nach wie vor an Top-Speed fehlt, zeigten auch die folgenden Runden, in denen sich Capirossi zunächst gegen die beiden Werks-Yamaha und dann auch noch gegen Andrea Doviziosos Werks-Honda zur Wehr setzen musste. Gegen alle drei Kontrahenten war der Suzuki-Star machtlos und kam schließlich als Fünfter ins Ziel.

Fotoquelle: Suzuki

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