Mika Kallio feierte als MotoGP-Rookie bei Pramac-Ducati einen guten Einstand

MotoGP 2009

— 05.06.2009

Kallio: "Vielleicht liegt es nur am Fahrer!"

Exklusiv-Interview: Pramac-Ducati-Pilot Mika Kallio erlebte in seiner bisherigen Rookie-Saison in der MotoGP bereits so manche Höhen und Tiefen

"Mika wird die Sache schon richtig anpacken. Da bin ich mir ganz sicher", lautete Ende der vergangenen Saison die Meinung von Harald Bartol über Mika Kallios Wechsel in die MotoGP. Der erfahrene Red-Bull-KTM-Teamchef aus Straßwalchen sollte recht behalten. Schon bei den ersten Testfahrten im November des letzten Jahres beeindruckte Mika Kallio mit soliden Leistungen und einer raschen Anpassung an die Ducati Desmosedici.

Der fliegende Finne ging recht unbekümmert an seine neue Aufgabe heran. In den ersten zwei Saisonrennen 2009 zeigte Kallio, dass der 26-Jährige aus Valkeakoski ein echter Racer ist. Nach mäßigen Startplätzen fuhr er exzellente Rennen und beendete diese jeweils auf Platz acht. Seither wird Kallio aber in seinem Tatendrang wegen unglücklicher Umstände etwas ein gebremst, wie er am Sonntag nach dem Rennen in Mugello gegenüber 'Motorsport-Total.com' exklusiv erzählte.

Frage: "Mika, wie beurteilst du deine Saison soweit?"
Mika Kallio: "Zu Beginn der Saison, während der Wintertests und in den zwei ersten Rennen schien alles in die richtigen Bahnen zu laufen. Jedoch wegen dem einen oder anderen Grund konnten wir später diesen Level nicht mehr halten. Hoffentlich bessert sich die Situation schon sehr bald wieder, damit wir nicht den Anschluss verlieren."

Frage: "Nach den großartigen Ergebnissen in den ersten zwei Rennen bleiben die Resultate jetzt also etwas hinter den Erwartungen?"
Kallio: "Zurzeit agieren wir etwas unglücklich. In Le Mans bin ich im Rennen bei schwierigen Streckenverhältnissen gestürzt. Im Rennen zuvor hatten wir ein Problem mit der Hinterradbremse. Und jetzt in Mugello lag ich auf Platz neun, als ich bei trockenen Bedingungen mit dem zweiten Bike nicht dasselbe Gefühl dafür vorfinden konnte. Irgendwie fühlte sich die Frontpartie des Motorrades eigenartig an und ich verlor deshalb sehr viel Zeit. Andersherum hätte es wirklich ein sehr interessantes Rennen für uns werden können."

Frage: "Kannst du mit ein paar Worten erklären, welche Bereiche des Motorrades dir zurzeit am meisten zu schaffen machen?"
Kallio: "Es ist nicht nur ein einziges Teil, das nicht funktioniert. Das Bike ist in allen Bereichen wirklich konkurrenzfähig, nur waren wir in den letzten Rennen etwas vom Pech verfolgt. Wir werden aber das Ganze sehr bald wieder auf die Reihe kriegen."

Im Rennen kommt der Adrenalin-Kick

Frage: "Von Startplätzen weiter vorne wären Top-5-Platzierungen und gar noch bessere Resultate durchaus möglich, oder?"
Kallio: "Sowohl vom Rennen in Le Mans als auch in Mugello bin ich überzeugt davon, dass ich in die Top-5 hätte fahren können. Vor meinem Ausrutscher in Le Mans fuhr ich bis dahin die schnellste Runde im Rennen. Dies zeigte, dass ich gute Chance gehabt hätte, in der Wertung nach vorne zu kommen. Ebenso auch in Mugello. Wenn uns nicht dieses Problem alles zunichte gemacht hätte, wäre ich ganz sicher zumindest in die Top-10 gefahren. Aber wir werden schon bald wieder besser dastehen."

Frage: "Wo liegen im Qualifikationstraining die Probleme, die einen besseren Startplatz verhindern?"
Kallio: "Vielleicht liegt es nur am Fahrer. Im Rennen bin ich viel aggressiver. Ich gebe immer mein Bestes, so auch natürlich im Qualifying. Aber im Rennen verspüre ich eben vielmehr den Adrenalin-Kick, wenn ich mich an einem Vordermann heran arbeite und diesen auch überholen möchte. Ich versuche auch während des Qualifyings konstanter zu sein als vielleicht andere Piloten, die vor mir in der Startaufstellung stehen. Viel wichtiger ist aber für mich im Rennen sehr konstant zu sein."

Frage: "Was sind deine Erwartungen für die nächsten Rennen in Barcelona und Assen, und deine Ziele für die restliche Saison?"
Kallio: "Mit Sicherheit müssen wir auf der Rennstrecke wieder zu unserer Stärke kommen und versuchen, möglichst viele Punkte für die Weltmeisterschaft zu sammeln. Sowohl für mich, als auch für das Pramac Racing Team. Für Barcelona und Assen bin ich zuversichtlich, dass wir gute Resultate erzielen können. Die zwei Strecken liegen mir. Einzig mit der Desmosedici muss ich mich noch an die Strecken gewöhnen. Für den Rest der Saison möchte ich bei jedem Grand Prix konstant unter den ersten Zehn sein und somit auch am Ende in der MotoGP-Gesamtwertung einen Platz in den Top-10 erreichen."

Fotoquelle: Pramac

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