Lorenzo fuhr erst zur Bestzeit, musste dann ins Medical-Center gefahren werden

MotoGP 2009

— 05.07.2009

Laguna Seca: Riesencrash und Pole für Lorenzo

Jorge Lorenzo entschied das dramatische Qualifying in Laguna Seca für sich, das Ende erlebte er aber wie Casey Stoner nur vom Medical-Center aus

Dass Laguna Seca zu den spektakulärsten Rennstrecken der Welt gehört, wusste man schon vor diesem Wochenende, aber das heutige MotoGP-Qualifying lieferte dafür wieder einmal den Beweis. Denn der Showdown um die Pole-Position wurde von zwei schweren Stürzen überschattet, die im Medical-Center endeten.

Besonders spektakulär war der dramatische Highsider von Jorge Lorenzo in Kurve zehn: Der FIAT-Yamaha-Pilot hatte vor dem Einschlag auf den Asphalt mindestens einen Meter Luftstand, fing den Sturz mit seiner Schulter auf und dürfte sich dabei auch das Knie verletzt haben. Lorenzo musste nach seinem zweiten Crash mit einer Trage weggebracht werden und hatte einen denkbar bedröppelten Gesichtsausdruck drauf, als er mit dem Rettungswagen im Fahrerlager ankam.

Dabei hätte er durchaus auch Grund zur Freude gehabt, denn trotz bester Zwischenzeit konnte ihm sein Teamkollege Valentino Rossi (+ 0,167) den ersten Startplatz nicht mehr streitig machen. Rossi schob sich zwar noch um 65 Tausendstelsekunden an Casey Stoner (Marlboro-Ducati) vorbei, doch für die Pole-Position reichte es wegen seiner Schwierigkeiten im letzten Sektor nicht mehr. Zufrieden war der Doktor jedoch auch mit Rang zwei.

Stoner konnte im Finish ebenfalls nicht mehr eingreifen, denn kurz nach dem Lorenzo-Crash zeigte auch der Australier einen spektakulären Highsider, der ihn ebenfalls ins Medical-Center beförderte. Ob die beiden angeschlagenen Superstars - Stoner ist ja ohnehin gesundheitlich seit Wochen nicht auf der Höhe - morgen im Rennen starten können, steht noch nicht fest. Rossi hofft darauf, "denn dann kann das ein ganz großer Fight werden".

Hinter den drei WM-Favoriten, die an der Spitze wie schon das ganze Wochenende unter sich waren, klassierten sich mit knapp einer halben Sekunde Rückstand die Repsol-Honda-Werksfahrer Dani Pedrosa und Andrea Dovizioso. Beinahe hätten diese sich Toni Elias geschlagen geben müssen, aber der Gresini-Honda-Pilot fiel in der allerletzten Minute noch um zwei Positionen zurück. Trotzdem reichte es zum zweiten Mal in dieser Saison für die zweite Startreihe.

In der dritten Reihe steht Chris Vermeulen (Rizla-Suzuki) als Neunter neben den vor ihm platzierten US-Boys Colin Edwards (Tech-3-Yamaha) und Nicky Hayden (Marlboro-Ducati). Edwards lag lange nur an 14. Stelle, schob sich aber ein paar Minuten vor Schluss erstmals in die Top 10. Seinem Teamkollegen James Toseland gelang dies nicht: Der Brite blieb nach einem Ausritt in der Anfangsphase enttäuschender 15.

Langsamer waren nur noch die beiden Laguna-Seca-Neulinge Niccolò Canepa (Pramac-Ducati) und Gabor Talmacsi (Scot-Honda). Das Duell der Nachzügler entschied diesmal Canepa für sich, obwohl er in der Corkscrew-Kurve einmal Bekanntschaft mit dem Kiesbett machte. Erfreulich schnell war phasenweise Sete Gibernau (GFH-Ducati) unterwegs: Zwischenzeitlich lag er an siebenter Position, am Ende wurde es aber doch nur Rang 13 für den Altstar.

Fotoquelle: Yamaha

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