Pechvogel Casey Stoner ist nicht nur krank, sondern auch noch verletzt

MotoGP 2009

— 05.07.2009

Lorenzo und Stoner wollen starten

Nach ihren Crashes im Qualifying sind Jorge Lorenzo und Casey Stoner zwar nicht hundertprozentig fit, am Rennen teilnehmen wollen sie aber schon

Valentino Rossi hofft, dass seine beiden WM-Konkurrenten Jorge Lorenzo und Casey Stoner heute Nacht den Grand Prix der USA bestreiten können, obwohl sie im gestrigen Qualifying in schwere Stürze verwickelt waren. Im Moment sieht es tatsächlich so aus, als würde der Wunsch des MotoGP-Gesamtführenden in Erfüllung gehen.

"Ich bin wegen dieser beiden Stürze enttäuscht, aber ich bin okay und optimistisch, dass ich morgen fahren kann", erklärte Rossis FIAT-Yamaha-Teamkollege Lorenzo, der sich heute Morgen vor dem Warmup einem abschließenden Check unterziehen wird, um seine Renntauglichkeit zu prüfen. "Die amerikanischen Ärzte und die Clinica Mobile arbeiten nun zusammen, um mir so gut wie möglich zu helfen und es mir leichter zu machen."

Finale Untersuchung vor dem Rennen

Sollte er wirklich fahren, wird er die Zähne zusammenbeißen müssen: "Jorge hat sich das Schlüsselbein in der rechten Schulter ausgerenkt und bekam einen harten Schlag auf die Vorderseite seines rechten Fußes. Er muss entscheiden, ob er fahren will, und wir müssen bis zum Morgen warten. Jetzt werden wir mit ihm arbeiten, ihm Schmerzmittel geben und dabei helfen, die Schwellung zu reduzieren", teilte Lello Rubbini von der Clinica Mobile mit.

Den Unfall selbst sah Lorenzo folgendermaßen: "Wir fühlten uns auf dieser Strecke wirklich wohl und waren stark, aber als ich meine letzte Chance auf eine schnelle Zeit hatte, fand ich einige langsame Fahrer auf der Strecke vor, die mir folgen wollten. Ich entschied, eine Weile langsamer zu fahren, denn ich wollte alleine sein. Der Hinterreifen war dann aber zu kalt für meinen Speed. Ich ging in die Kurve und stürzte."

Rossi war somit im Finish der einzige Pole-Position-Fighter auf der Strecke, doch trotz bester letzter Zwischenzeit konnte der Italiener seinen Teamgefährten nicht mehr vom ersten Platz stürzen. Sehr wohl ging er aber noch an Stoner vorbei, der mit seiner Marlboro-Ducati heute als Dritter ins Rennen gehen wird. Stoner kam im Finish ebenfalls zu Sturz - und zwar nicht ganz ohne Vorwarnung, wie er später zugeben musste.

Stoner klagt über harte Reifen

"An einigen Stellen gab es Warnsignale. Ich bin sicher, da ist es einigen Jungs ähnlich gegangen", sagte der WM-Dritte. "Auf der rechten Flanke ist der Reifen ziemlich hart, also braucht er ein paar Aufwärmrunden. In der Runde vor dem Crash wurde ich jedoch in der wichtigsten Kurve zum Aufwärmen des Reifens von zwei Fahrern aufgehalten, die sich nicht über die Vorfahrt einig wurden. Mir war klar, dass der Reifen nicht ganz auf Temperatur sein würde - und dann passierte der Sturz."

Und weiter schilderte Stoner: "Ich wollte das Bike noch abfangen und geradeaus ins Kiesbett rollen, aber das ging nicht mehr. Der Highsider warf mich einfach in die Luft! Die Landung hat geschmerzt, aber ich dachte erst nicht, dass etwas verletzt sei. Jetzt sieht es so aus, als hätte ich mir einen Leistenriss zugezogen, was vor einem Rennen nicht das Beste ist. Aber unser Motorrad ist sehr konkurrenzfähig, also schauen wir mal, was noch geht."

Fotoquelle: Ducati

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