Valentino Rossi baute seinen Vorsprung in der Weltmeisterschaft weiter aus

MotoGP 2009

— 06.07.2009

Yamaha-Stars bauen die WM-Führung aus

Valentino Rossi und Jorge Lorenzo waren nach den Plätzen zwei und drei in Laguna Seca der Meinung, das Optimum herausgeholt zu haben

Wenn ein Team im Qualifying Erster und Zweiter wird, rechnet es in der Regel auch mit dem Sieg. FIAT-Yamaha belegte gestern in Laguna Seca mit Valentino Rossi und Polesetter Jorge Lorenzo nur die Positionen zwei und drei, dennoch fiel das Fazit des Rennstalls positiv aus. Denn Dani Pedrosa war im kalifornischen Sonnenschein einfach nicht zu schlagen.

Rossi kam als Dritter aus der ersten Runde zurück und griff sich dann früh Casey Stoner, der jedoch ein paar Umläufe später kontern konnte. Als Stoner langsam abbaute und Pedrosa vorne davonfuhr, ging Rossi erneut am Ducati-Piloten vorbei, mit dem er sich an gleicher Stelle 2008 ein episches Duell geliefert hatte. Doch auch wenn er aus dreieinhalb noch 0,344 Sekunden Rückstand machen konnte, reichte es nicht mehr für die vollen 25 Punkte.

Von Pedrosas Sieg überrascht

"Ich hätte nicht damit gerechnet, dass Dani heute gewinnt, denn er hatte eine schwierige Zeit", räumte Rossi ein. "Nach den ersten Rennen war mir aber klar, dass er eine tolle Pace gehen und um den Sieg mitkämpfen kann. Leider war ich speziell in der ersten Rennhälfte nicht schnell genug, denn ich hatte kein allzu großes Vertrauen in mein Setup. Mit abbauender Benzinmenge wurde es von Runde zu Runde ein bisschen besser, aber ich hatte keine ernsthafte Chance auf den Sieg."

"Es war ein unglaubliches Rennen, sehr schwierig, denn ich musste von der ersten bis zur letzten Runde alles geben. Jorge kam von hinten sehr schnell bei mir an, aber ich konnte ihn hinter mir halten", so der Italiener. "Am Ende nahm Dani Speed raus und in der letzten Kurve war ich nahe an ihm dran, aber ein Überholversuch wäre zu riskant gewesen. Auch so sind es 20 wichtige Punkte für die Weltmeisterschaft - und beim nächsten Rennen werden wir versuchen, es besser zu machen!""

Teamkollege Lorenzo robbte sich im Schlussdrittel sukzessive an Rossi heran und ging ein paar Runden vor der Zielflagge in der letzten Kurve sogar vorübergehend an ihm vorbei. Der mit einem angeschlagenen Schlüsselbein kämpfende Spanier musste für dieses Manöver aber zu spät bremsen und die Position wieder abgeben. Schlussendlich kam er als Dritter ins Ziel - und darüber war er angesichts der Umstände alles andere als unzufrieden.

Falsche Kurve für ein Manöver

"Ich gebe immer mein Bestes, auch wenn heute ein schwieriger Tag war. Nach dem Sturz im Qualifying hätte ich nicht geglaubt, dass ich überhaupt fahren kann. Noch dazu war die Pace sehr schnell - 1:21.8, 1:21.9 Minuten", sagte Lorenzo. "Einmal wollte ich Valentino überholen, aber wahrscheinlich habe ich mir dafür die falsche Stelle ausgesucht. Ich hätte lieber noch ein paar Kurven warten sollen, aber in dem Moment habe ich mich eben so entschieden. Mehr als Platz drei war nicht drin."

Während der Pressekonferenz griff sich Lorenzo immer wieder an die Schulter. Dass es ihm nicht gut ging, war offensichtlich: "Es war so schwierig, vor allem mit dem schlechten Start und wegen meiner körperlichen Probleme, dass ich wirklich mein Allerbestes geben musste. Die Schmerzen waren furchtbar! Vor allem in den Rechtskurven tat es höllisch weh. Mit der rechten Hand konnte ich nicht viel machen, also setzte ich den linken Arm stärker ein - der dann müde wurde. Es war hart."

In der Weltmeisterschaft konnten die Yamaha-Piloten ihre Doppelführung verteidigen - 16 beziehungsweise sieben Punkte vor Stoner. In der Herstellerwertung hat Yamaha nun schon 50 Zähler Vorsprung auf Ducati und bei den Teams führt die Werkstruppe der Japaner mit 293:173:161 vor Marlboro-Ducati und Repsol-Honda. Wie 2008 sieht es also auch diese Saison nach einem tollen Jahr für Yamaha aus.

Fotoquelle: Bridgestone

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