Valentino Rossi will seinen WM-Vorsprung vor der Sommerpause noch ausbauen

MotoGP 2009

— 13.07.2009

Rossi: "Können uns keine Fehler leisten!"

Valentino Rossi hat sich nach Laguna erst einmal erholt und kommt siegeshungrig an den Sachsenring - Jorge Lorenzo peilt trotz Verletzung das Podium an

Yamaha-Star Valentino Rossi startet als WM-Führender in die zweite Saisonhälfte. Der "Doktor" kommt mit einem Vorsprung von neun Punkten auf seinen Teamkollegen Jorge Lorenzo zum WM-Spektakel an den Sachsenring. Lorenzo wiederum hat sieben Zähler Vorsprung auf den Drittplatzierten Casey Stoner (Ducati), der zuletzt wegen massiver Magenprobleme zurückgeworfen wurde.

Der Sachsenring ist immer gut für spektakuläre Rennen. Das weiß auch Rossi aus eigener Erfahrung. 2006 startete er dort als Zehnter, arbeitete sich ganz nach vorn und siegte schließlich beim knappsten Zieleinlauf der MotoGP-Geschichte. Damals trennten die Top 4 gerade einmal 0,307 Sekunden. Insgesamt hat Rossi vier Mal auf dem Sachsenring gewonnen. Im vergangenen Jahr fuhr er im strömenden Regen auf Rang zwei. Jetzt hat er sich vorgenommen, seine WM-Führung am Sachsenring und eine Woche später in Donington auszubauen, um in der Sommerpause etwas durchatmen zu können.

"Gott sei Dank hatten wir nach den letzten beiden Rennen etwas Pause, um uns zu erholen, denn nach Laguna war ich wirklich ziemlich erledigt! Jetzt stehen zwei Back-to-back-Rennen an und das wird auch wieder hart, aber für die Weltmeisterschaft ist das eine wichtige Phase. Wir haben Halbzeit", erklärte Rossi.

Der Sachsenring sei zwar nicht unbedingt seine Lieblingsstrecke, "aber ich hatte dort schon einige tolle Rennen. Und er scheint Yamaha generell gut zu liegen, das ist gut. Wir brauchen wieder ein gutes Ergebnis, um unsere Führung zu behakten. Denn unsere Gegner sind sehr stark. Wir dürfen uns keine Fehler leisten. Im vergangenen Jahr hat es dort ziemlich viel geregnet, aber ich konnte einen starken zweiten Platz holen. Ich hoffe, dass wir in diesem Jahr noch um einen Platz besser abschneiden."

"Wir haben in den letzten Rennen gute Ergebnisse geholt und es läuft derzeit gut bei uns", ergänzte Rossis Renningenieur Davide Brivio. "Hoffentlich können wir diesen Schwung mit ins kommende Wochenende nehmen. Wie immer, sit das Podium unser vorrangiges Ziel. Das ist uns in diesem Jahr bis auf einmal immer gelungen, diesen Trend wollen wir fortsetzen! Im vergangenen Jahr konnte Valentino am Sachsenring als Zweiter sehr wichtige Punkte für den Titelkampf holen. Dieses Mal kommen wir als Führende, aber wir müssen konzentriert bleiben. Vor der Sommerpause stehen noch zwei sehr wichtige Rennen an und es ist für uns alle wichtig, dass wir als Spitzenreiter in die 'Ferien' gehen."

Lorenzo: Noch nicht zu 100 Prozent fit

Auch Rossis Teamkollege Lorenzo war froh, dass er sich nach Laguna Seca etwas erholen konnte. Bei war absolute Ruhe angesagt, schließlich musste der Mallorquiner seine Schulter- und Fußverletzungen auskurieren, die er sich in Laguna zugezogen hatte. Inzwischen geht es Lorenzo wieder besser, hundertprozentig fit ist er aber noch nicht. Dennoch peilt der Spanier am Sachsenring das Podium an.

"Der Sachsenring ist eine der Strecke, auf denen ich noch nie besonders stark war. Ich war dort erst einmal auf dem Podium, das war 2006, als ich bei den 250ern Dritter wurde", sagte Lorenzo. "Im vergangenen Jahr hat es sehr stark geregnet und ich bin in der dritten Runde gestürzt. Hoffentlich wird es dieses Mal anders!"

Nach einer Woche Erholung fühle er sich jetzt schon "viel besser", was seine Verletzungen aus Laguna angeht, "aber ich kann am Wochenende noch nicht 100 Prozent geben. Beim Laufen habe ich noch Schmerzen im Fuß und mein Schultergelenk tut ebenfalls noch weh. Mein erster Weg am Sachsenring wird mich also in die Clinica Mobile führen! Mein Ziel für dieses Wochenende ist, aufs Podium zu fahren und so viele Punkte wie möglich zu holen."

"Wir freuen uns, dass es Jorge nach einer Woche Ruhe wieder besser geht", pflichtete sein Renningenieur Daniele Romagnoli bei. "Er wird noch nicht topfit sein, aber wesentlich stärker als in Laguna, deshalb wird er mehr pushen können als dort. In Amerika hat Jorge einmal mehr gezeigt, dass er entschlossen ist, sein Potenzial auszuschöpfen, egal wie es ihm geht. Wir hoffen, dass er in Deutschland wieder gut in Form ist, an der Spitze mitfährt und um das Podium kämpft. Bis zur Sommerpause müssen wir noch ein paar Punkte aufholen. Es ist eine aufregende Phase der Saison und jeder arbeitet sehr hart daran, unser Ziel zu erreichen."

Fotoquelle: Yamaha

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