Schmerzhaft: Mika Kallio musste sich am Ringfinger behandeln lassen

MotoGP 2009

— 17.07.2009

Comeback von Mika Kallio am Sachsenring

Der 26-jährige MotoGP-Rookie Mika Kallio startet mit ziemlich übel zugerichtetem linkem Ringfinger in den Grand Prix von Deutschland

Der coole Finne Mika Kallio aus Valkeakoski war mit der Satelliten-Ducati des Pramac Racing Teams sensationell in die Saison 2009 gestartet. In den ersten zwei Rennen fuhr Kallio jeweils auf Rang acht ins Ziel, bevor sein Lauf in den darauffolgenden Grand Prix ein wenig ins Stocken geraten war. Bei der Dutch TT in Assen vor knapp drei Wochen war Kallio drauf und dran sein bestes Saisonergebnis zu toppen. Nach einem beinharten Fight um Platz sechs über die gesamte Renndistanz stürzte er in der letzten Runde wenige Kurven vor der Ziellinie.

Bei diesem harmlos aussehenden Ausrutscher wurde Kallios linker Ringfinger richtig schlimm in Mitleidenschaft gezogen, sodass in der Folge der Fingernagel zur Gänze entfernt werden musste und ab dem zweiten Glied ein chirurgischer Eingriff notwendig war, indem dem Finger einiges an Hautsubstanz entfernt wurde. "Dieser Finger war schon einmal gleich an mehreren Stellen gebrochen. Hätte man ihn doch schon damals amputiert, diesen braucht eh kein Motorradrennfahrer", ärgerte sich Kallio damals. Die starken Schmerzen ignorierte der Wikinger dabei komplett.

Wegen der offenen Wunde und der daraus folgenden Infektionsgefahr musste Kallio schweren Herzens den US Grand Prix in Laguna Seca auslassen. Mittlerweile ist die Wunde soweit verheilt, dass es ihm möglich sein sollte, einen Spezialhandschuh zu tragen. "Es musste gar nicht so viel entfernt werden, als wir zunächst angenommen hatten. Trotzdem schaut der Ringfinger recht übel aus, aber die Schmerzen sind mittlerweile auf ein erträgliches Maß zurück gegangen", sagte der unverwüstliche MotoGP-Rookie im Rahmen der Pressekonferenz am Donnerstagnachmittag.

"Ich würde behaupten, dass ich zu 90 Prozent fit bin", meinte Kallio weiter. "Mein Ausrüster Alpinstars hat eigens einen linken Handschuh für mich geschneidert, damit ich mit meinem Verband darin Platz finden werde." Auf die Frage, dass wohl zurzeit eine Hochzeit nicht möglich wäre, lautete die Antwort typisch cool für einen Nordländer: "Ja, ganz gewiss ist das auch nicht mein Plan in nächster Zeit!"

Im Gegensatz zu Mika Kallio, der sich auf dem Sachsenring seit der ersten Minute an recht wohl fühlt, ist für Teamkollege Niccolo Canepa die 3.671 Meter lange Rennstrecke im Freistaat Sachsen völliges Neuland. "Ich muss sehr konzentriert sein; es wird ganz bestimmt ein hartes Wochenende für mich, denn ich kenne diese Strecke nicht", sagte der 21-jährige Italiener aus Genua. "Ich werde daher mit einem kleinen Nachteil beginnen, aber ich denke schon, dass ich die Strecke in den zwei freien Trainings gut genug lernen kann, um für das Qualifying konkurrenzfähig zu sein. Zum Glück kommt nach diesem Rennen nur noch Australien, wo ich bisher keine Streckenkenntnisse habe", sagte der Ducati-Pilot abschließend, dem nach teaminternen Aussagen sein Platz bis zum Saisonende sicher ist.

Fotoquelle: Pramac

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