Erleichterung: Nicky Hayden spielt endlich wieder im Konzert der Großen mit

MotoGP 2009

— 18.07.2009

Endlich: Perfektes Teamergebnis für Ducati

Am Sachsenring konnte sich Casey Stoner standesgemäß für Reihe eins qualifizieren, Nicky Hayden sensationell starker Vierter

Nicky Hayden war im Qualifying am Sachsenring für das ganz große Spektakel verantwortlich. Zuerst markierte der Amerikaner sehr gute Rundenzeiten, die ihn letztlich sensationell auf Startplatz vier brachten, dann rammte er bei einem Highsider Pramac-Pilot Niccolò Canepa unsanft in den Kies. Der Crash war ein klassischer Fall für einschlägige Pleiten-, Pech- und Pannenserien im TV.

"Ich hatte im ersten Sektor eine neue Bestzeit gesetzt und verlor dann auf dem Stück bergab das Hinterrad", schilderte Hayden den Ablauf. "Ich hatte keine Chance, auf dem Bike zu bleiben. Leider habe ich Niccolò getroffen. Ich bin nach dem Crash soweit okay und ich hoffe, dass das auch für ihn gilt. Es war ganz klar mein Fehler. Ich habe zu stark gepusht bei diesen rutschigen Bedingungen. Ich hatte das Gefühl, dass noch mehr drin ist."

Schon am Vormittag hatte sich angekündigt, dass Hayden seine gute Form aus Laguna Seca über den großen Teich retten konnte. "Aber im Grunde war die Session auf gewisse Weise ein Desaster", meinte der Champion von 2006, "aber trotzdem endete sie mit meiner besten Startposition seit dem Wechsel zu Ducati. Ich habe mit meiner Einsatzmaschine ein paar Runden gedreht und dann ging das Getriebe kaputt. Ich wäre beinahe abgeflogen. Es steckte im zweiten Gang fest und so musste ich zurück zur Bocken fahren."

Mit dem Ersatzbike hatte der Amerikaner zunächst viel Mühe. "Das Gefühl war weg", beschrieb er. "Mir war aber klar, dass ich nur noch dieses eine Bike habe, daher habe ich mich vorsichtig herangetastet. Aber dann haben wir ein paar Dinge anders eingestellt. Und plötzlich lief es deutlich besser. Als ich zehn Minuten vor Schluss aus der Box fuhr, hatte ich sofort das Gefühl, dass ich etwas Großes erreichen könnte." Hayden war deutlich die Erleichterung anzumerken, nachdem er den Anschluss zu Stoner hergestellt hatte.

Der Australier fuhr hingegen eine unauffällige Qualifikation. Nur zu Beginn mischte er bei der großen Zeitenjagd mit, später ging er vorsichtig zu Werke. "Eine verrückte Session", fasst Stoner zusammen. "Es gab minimalen Grip. Es flogen immer mehr Fahrer ab und ich habe mich dann entschieden, die letzten Minuten einfach auszusitzen. Einen Sturz hätte ich wirklich nicht gebrauchen können. Ich spüre immer noch die Nachwirkungen des Unfalls in Laguna Seca."

"Ich bin in der ersten Startreihe, was sehr wichtig ist", erklärte der Ducati-Star. "Ich muss aber vor Rossi und Lorenzo den Hut ziehen. Während alle anderen wie verrückt geslided sind, fuhren die beiden wie auf Schienen. Die beiden muss man morgen erst einmal schlagen. Ich hoffe, dass es wieder nasse Verhältnisse gibt. Dann würde meine Fitness nämlich ganz sicher bis zum Ende des Rennens reichen."

Fotoquelle: xpb.cc

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