Das traumhafte Yamaha-Duo: Valentino Rossi und sein Schatten Jorge Lorenzo

MotoGP 2009

— 19.07.2009

Yamaha-Duo: Wieder eine große Show

Viel Freude im Yamaha-Werksteam: Valentino Rossi "musste alles geben" für den Sieg, Jorge Lorenzo "stolz, dass ich mitkämpfen konnte"

Wenn zwei sich streiten, freut sich nicht immer nur der Dritte. In der MotoGP freute sich die großartige Zahl von 214.000 Zuschauern am Sachsenring-Wochenende, weil sich Valentino Rossi und Jorge Lorenzo gegenseitig wieder einmal Höchstleistungen abverlangten. Erneut behielt der italienische Superstar im teaminternen Fight die Oberhand. Rossi feierte in Deutschland seinen vierten Saisonsieg und setzte sich in der Gesamtwertung etwas weiter ab.

"Das war für alle ein richtig schönes Rennen, weil alle vier Toppiloten der MotoGP in Bestform miteinander kämpfen konnten", fasste Rossi nach dem 101. Grand-Prix-Sieg seiner Karriere zusammen. Ihm sei schon zu Beginn klar gewesen, dass es ein harter Kampf würde: "Ich bin gut gefahren und das Team hat brilliante Arbeit geliefert."

"Der Start war gut, dann hatte ich zuerst einen tollen Zweikampf mit Stoner. Zur Rennmitte war ich etwas schneller und konnte bis ans Maximum gehen. Das hat viel Freude gemacht", erklärte der Champion. "Am Ende lief es wieder auf einen unglaublichen Kampf gegen Lorenzo hinaus. Ich musste wirklich alles aus mir herausholen. Erst recht, als er mich an einer Stelle überholte, wo ich nicht damit gerechnet hatte."

"Zum Glück konnte ich aber wieder vorbeiziehen", schilderte Rossi sein wichtiges Überholmanöver knapp zwei Runden vor Rennende. "Ich fuhr dann eine perfekte, fehlerfreie letzte Runde. Alles lief heute wirklich optimal. Ich habe nun schon vier Siege und die Yamaha ist in diesem Jahr fantastisch. Solche Rennen sind einfach toll für den gesamten Sport. Jetzt geht es sofort nach Donington, eine meiner Lieblingsstrecken. Nach einigen sieglosen Jahren dort, werde ich hoffentlich jetzt mal wieder gewinnen können."

Völlig erschöpft nach den Anstrengungen des Sachsenring-Rennens gab Lorenzo zu Protokoll: "Es war hart, weil man auf dieser engen und kurvigen Piste alle Kraft einsetzen muss. Mit Valentino mitzuhalten war heute nicht einfach, weil ich nach Laguna Seca auch nicht gerade zu 100 Prozent fit bin. Es freut mich, dass ich ihn bis zur allerletzten Runde herausfordern konnte. Er hat immer spät gebremst, daher war Überholen sehr schwierig."

Er habe sich bei seiner Attacke rund fünf Runden vor Schluss verrechnet, gab der Spanier zu: "Ich dachte eigentlich, dass noch mehr Runden zu fahren wären. Ich wollte eigentlich etwas wegziehen, aber das hat nicht geklappt. Natürlich bin ich enttäuscht, dass ich wieder gegen ihn verloren habe. So etwas schmerzt immer. Ich weiß aber, dass ich mithalten kann und wenn man sieht, wie viel Erfahrung er hat, dann darf ich wohl stolz sein. Der zweite Platz ist wichtig, denn die Saison ist noch lang."

Auch die Teamchefs waren voller Begeisterung. "Was für ein Kampf, was für großartige Yamahas", sagte Rossis Teamboss Davide Brivio. Sein Lorenzo-Gegenpart Daniele Romagnoli fügte hinzu: "Wenn man weiß, dass Jorge nicht ganz fit war, dann war seine Leistung wirklich beeindruckend. So muss es weitergehen. Wir haben im Titelkampf noch alle Möglichkeiten."

Fotoquelle: Yamaha

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