Chris Vermeulen kämpfte sich mit angeknackster Schulter auf Platz 13

MotoGP 2009

— 19.07.2009

Verletzungssorgen bei Suzuki

Die mit diversen Verletzungen angetretenen Suzuki-Werkspiloten sind froh, überhaupt ins Ziel gekommen zu sein - Loris Capirossi mit falscher Reifenwahl

Das Rennwochenende am Sachsenring stand für die Suzuki-Werksmannschaft um Teamchef Paul Denning unter keinem guten Stern. Nachdem sich Chris Vermeulen schon am Freitag bei einem Sturz im Freien Training am Schlüsselbein verletzt hatte, baute Loris Capirossi in der Qualifikation am Samstag einen heftigen Unfall. Beide Fahrer gingen daher angeschlagen in das heutige Rennen über insgesamt 30 Runden.

Bei trockenen, teilweise sonnigen Bedingungen fuhren sowohl Capirossi als auch Vermeulen während des gesamten Rennens außerhalb der Top 10. Während es für den Australier von Anfang an nur darum ging durchzuhalten und ins Ziel zu kommen, waren Capirossis Ambitionen ursprünglich höher als Platz elf angesiedelt. Doch eine falsche Reifenwahl machte ein besseres Ergebnis unmöglich.

"Wir hatten ein paar Probleme im Warmup und als wir gesehen hatten, dass das Wetter heute Nachmittag wohl etwas besser sein würde, haben wir uns für eine härtere Reifenmischung entschieden", sagte Capirossi nach dem Rennen. "Unglücklicherweise hatten wir während des Trainings nicht die Gelegenheit diese Reifen zu testen." Wie sich herausstellen sollte, war es "schwer die Reifen auf Temperatur zu bringen".

"Das war einer der Gründe, warum ich im Rennen so zu kämpfen hatte. Aber da war auch noch etwas anderes, das nicht ganz in Ordnung war. Wir müssen herausfinden, warum wir hier so schlecht waren", so Capirossi. "So wollen wir nicht abschneiden und wir brauchen so viel Hilfe wie möglich, um die Dinge zu verbessern. Ich hoffe wirklich, dass wir die heute gesammelten Daten analysieren und ein paar Lösungen finden können."

Capirossis Abflug in der Qualifikation hat zudem bei der Fehlersuche an diesem Wochenende auch nicht weitergeholfen. "Nachdem ich es gestern zerstört hatte, hat die gesamte Crew beim Wiederaufbar des Motorrads gestern Abend einen tollen Job gemacht. Meine Verfassung war nach dem Unfall nicht gerade toll, aber das größte Problem war heute der Mangel an Fahrgefühl. Ich kam einfach nicht so gut durch die Kurven und das ist ein Problem für mich."

Teamkollege Vermeulen hatte aufgrund seiner Verletzungen ähnliche Probleme. Immerhin sprang am Ende noch ein 13. Platz für den Australier heraus. "Ich habe meinem Körper wegen des Unfalls an diesem Wochenende wirklich viel zugemutet. Doch das Team hat mir trotzdem ein anständiges Motorrad hingestellt, obwohl wir wenige Daten sammeln konnten", lobte Vermeulen seine Crew.

Denning hofft auf baldige Genesung

"Ich hatte einen guten Start ins Rennen und in den ersten paar Runden auch einen anständigen Speed, aber beim Bremsen hatte ich zu kämpfen und einige Jungs gingen an mir vorbei", beschreibt Vermeulen sein Rennen. "Danach war es ein ziemlich langweiliges Rennen und ich wollte nur Canepa einholen. Aber ich war dafür einfach nicht schnell genug."

Doch kurz vor Schluss konnte der Suzuki-Pilot immerhin den anderen Pramac-Piloten überholen. "Ich habe mir in der letzten Runde Kallio geschnappt und ein paar Punkte mitnehmen können. Hoffentlich kann ich mich in den nächsten Tagen etwas erholen", sagte Vermeulen abschließend. Dem schloss sich auch Teamchef Denning an: "Wir hoffen, dass unsere Fahrer in bei unserem zweiten Heimrennen Donington in besserer Verfassung sind."

Fotoquelle: xpb.cc

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