Valentino Rossi würde sich gern mit einem Sieg aus Donington verabschieden

MotoGP 2009

— 20.07.2009

Yamaha: Zum Abschied ein Donington-Sieg?

Die MotoGP fährt zum letzten Mal in Donington - Bei Yamaha findet dort das teaminterne Duell von Valentino Rossi und Jorge Lorenzo seine Fortsetzung

Nach dem Doppelsieg gestern am Sachsenring geht es für die beiden Yamaha-Stars Valentino Rossi und Jorge Lorenzo gleich weiter nach Großbritannien. Denn schon am kommenden Wochenende steht in Donington das nächste MotoGP-Rennen auf dem Programm. Für Yamaha ist klar: Man will sich mit einem Sieg in die Sommerpause verabschieden - und von der Rennstrecke in Donington. Im kommenden Jahr zieht der Britische Grand Prix um auf den bisherigen Formel-1-Kurs in Silverstone.

Rein statistisch gesehen stehen die Chancen dafür gut. 22 Jahre wurden in Donington Motorrad-Grand-Prix ausgetragen. Der erfolgreichste Pilot war dabei "Doktor" Rossi. Er hat dort in allen Klassen die meisten Siege geholt, insgesamt stand er sieben Mal ganz oben auf dem Donington-Podium. Seit 2005 konnte er dort allerdings nicht mehr gewinnen. Und das will er in diesem Jahr wieder ändern.

"Im vergangenen Jahr bin ich nach einem guten Rennen in Donington Zweiter geworden, aber in diesem Jahr möchte ich gewinnen! Ich habe immer gesagt, dass Donington für mich eine der besten Strecken der Welt ist - schnell und flüssig, aber auch technisch anspruchsvoll. Großbritannien ist für mich aber auch etwas ganz Besonderes, weil es für lange Zeit meine Heimat war", so Rossi.

Er sei sehr traurig, dass nun zum letzten Mal ein Rennen in Donington ansteht, fuhr der Italiener fort, "aber deshalb werde ich noch entschlossener versuchen, dort zu gewinnen - für mich und für die Fans, die mich immer wie Einen der ihren behandelt haben. Ich habe dort seit 2005 nicht mehr gewonnen. Das ist viel zu lang. Und ich würde mich gern auf die beste Art und Weise von der Strecke verabschieden."

Im vergangenen Jahr sah er in Donington gegen seinen Rivalen Casey Stoner kein Kraut gewachsen, "aber in diesem Jahr ist unser Bike extrem konkurrenzfähig", so Rossi. "Wir kommen als Tabellenführer dorthin, damit haben wir eine gute Ausgangslage. Wir haben zwar nach dem Sachsenring nicht viel Zeit, uns auszuruhen, aber danach haben wir ja eine lange Pause, auf die wir uns schon freuen können. Hoffen wir, dass wir unsere Führung zuvor noch weiter ausbauen können."

Sein Renningenieur Davide Brivio pflichtete bei: "Valentino liebt die Strecke, aber er hatte dort in den vergangenen Jahren etwas Pech. Das möchten wir an diesem Wochenende wieder zurechtrücken. Wir wollen uns perfekt von Donington verabschieden. Nach unserem jüngsten Sieg sind wir gut gerüstet und alle freuen sich auf den nächsten Fight. Hoffentlich können wir den britischen Fans eine weitere tolle MotoGP-Show bieten! In der Meisterschaft geht es weiter eng zu, aber das macht uns Spaß und wir werden alles geben, um zu gewinnen."

Der "Feind" im eigenen Lager

Es gibt allerdings im eigenen Lager einen, der einen Rossi-Sieg in Donington verhindern will: Teamkollege Jorge Lorenzo. Nachdem er sich am Sachsenring erneut von Rossi niederringen lassen musste, will der Spanier in Donington zurückschlagen. Im vergangenen Jahr war Lorenzo in Großbritannien nicht in Topform, nachdem er das Rennen zuvor verletzt auslassen musste. Seine Aufholjagd von Startplatz 16 auf Rang sechs brachte ihm jedoch viele Fans ein. Auch in diesem Jahr ist der Mallorquiner nicht ganz fit, denn er laboriert noch an seinen Verletzungen aus Laguna Seca. Doch es geht ihm von Tag zu Tag besser.

"Natürlich bin ich von dem Ergebnis in Deutschland enttäuscht, aber angesichts meines Zustands muss ich happy sein, dass ich so knapp geschlagen Zweiter wurde", gab Lorenzo zu Protokoll. "Leider habe ich nicht viel Zeit, mich zu erholen, aber ich versuche, zumindest ein paar Tage auszuspannen und neue Kräfte zu sammeln."

Auch Lorenzo mag den Kurs in Donington und er will sich mit einem guten Ergebnis verabschieden. "Ich nehme an, dass die britischen Fans auf ein ebenso spannendes Rennen wie am Sachsenring hoffen. Schauen wir mal, was wir da machen können, aber ich hoffe natürlich, dass er Ergebnis diesmal andersherum ausfällt! Das Wetter kann in Donington zwar schlecht sein, aber mein größter Wunsch ist, dass es trocken bleibt, wir hatten am Sachsenring genügend Regen! Es wäre jedoch nicht das Ende der Welt, wenn es regnet. Denn wir haben am Samstag gezeigt, dass wir auch im Nassen sehr stark sein können."

"Im vergangenen Jahr ist Jorge in Donington ein brillantes Rennen gefahren. Wir wissen also, dass er die Strecke mag", erklärte Lorenzos Renningenieur Daniele Romagnoli. "Er war in den letzten Rennen sehr stark und am Sonntag war er wirklich ganz dicht an seinem nächsten Sieg dran. Wir hoffen also, dass wir nicht mehr lange darauf warten müssen. Lorenzo fährt sehr gut und er hat ein gutes Paket, das Potenzial ist also vorhanden. Hoffentlich sind an diesem Wochenende wir an der Reihe."

Fotoquelle: xpb.cc

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