Andrea Dovizioso freut sich über seinen ersten Sieg in der MotoGP

MotoGP 2009

— 26.07.2009

Dovizioso: "Es ist ein fantastisches Gefühl"

Andrea Dovizioso feiert seinen ersten Sieg in der MotoGP - Dani Pedrosa ärgert sich über "ein frustrierendes Rennen unter merkwürdigen Bedingungen"

Was für ein beeindruckender Sieg von Andrea Dovizioso! Auf Slicks und bei immer stärker werdenden Regen gelang dem 23-jährigen Italiener in Donington der erste Sieg in der MotoGP-Kategorie. Der Honda-Fahrer, der bereits 2004 in der 125er-Klasse und 2007 bei den 250ern auf dem englischen Kurs gewann, ist somit nach Weltmeister Valentino Rossi der zweite Pilot, dem dieses Kunststück gelang.

Von Platz fünf aus gestartet lag Dovizioso zunächst viele Runden lang direkt hinter Rossi auf Platz zwei. Als dieser zehn Runden vor Schluss in der Fogarty-Schikane ausrutschte, verteidigte Dovizioso die dadurch gewonnene Führung geschickt bis ins Ziel - Colin Edwards und Randy de Puniet konnten den Honda-Werkspiloten nicht mehr einholen.

"Es ist ein fantastisches Gefühl", jubelte Dovizioso nach seinem Sieg. "Die MotoGP ist die stärkste Serie der Welt, mit den besten Fahrern. Deshalb ist es so toll hier zu gewinnen. Ich bin mit meiner heutigen Leistung sehr zufrieden, da die Verhältnisse so schwierig waren. Es waren eigentlich drei Rennen in einem: Nach dem Start, als es fast trocken war, dann hinter Valentino, als es nasser wurde, und dann allein in Führung liegend."

"Ich bin in jedem Abschnitt gut gefahren", fuhr der Italiener fort. "Ich habe die schwierige Situation gemeistert, das ist wirklich befriedigend." Dovizioso verheimlichte allerdings nicht, dass er lange Zeit von Rossis Führungsarbeit profitierte: "Als ich Valentino folgte, war es recht einfach. Denn unter diesen Bedingungen es ist nicht so schwer jemandem zu folgen, da immer der Führende herausfinden muss, wo es nass und wo es trocken ist."

Das änderte sich schlagartig, als Rossi zu Sturz kam und Dovizioso plötzlich mit gut zehn Sekunden Vorsprung alleine in Führung lag. "Nach seinem Crash war klar, dass die Reifen ziemlich kalt waren. Das war beängstigend, denn nun musste ich das Tempo vorgeben." Dass sich Dovizioso damit nicht sonderlich leicht tat, zeigte der rasch kleiner werdende Abstand zu de Puniet und Edwards.

"Colin und Randy haben in den letzten fünf Runden die Lücke ziemlich schnell geschlossen. Zu diesem Zeitpunkt war ich sehr vorsichtig und bin nicht ans Limit gegangen. Doch in den letzten zwei Runden habe ich alles gegeben und sie konnten nicht nah genug aufrücken, um einen Überholversuch zu wagen", so Dovizioso. Allerdings lag das auch daran, dass sich de Puniet und Edwards einen herzhaften Zweikampf um Platz zwei lieferten und somit wichtige Sekunden auf den Führenden verloren.

Pedrosa fiel immer weiter zurück

Doviziosos Teamkollege Dani Pedrosa kam mit der immer feuchter werdenden Strecke dagegen nicht besonder gut zurecht. In Runde fünf war der Spanier noch Dritter, doch im Verlauf des Rennens fiel er immer weiter zurück und kam schließlich auf Platz neun ins Ziel. "Am Anfang hatte ich mich auf den Slicks noch gut gefühlt. Doch als der Regen kam, konnte ich die Reifen nicht auf Betriebstemperatur halten", erklärte er anschließend.

Den Gedanken an einen Boxenstopp samt Motorradwechsel verwarf Pedrosa allerdings."Die Rundenzeiten der Fahrer mit Regenreifen waren die gleichen wie die der Piloten mit Slicks. Es war ein frustrierendes Rennen unter merkwürdigen Bedingungen", resümierte Pedrosa.

Fotoquelle: Honda

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