Valentino Rossi machte in Tschechien einen großen Schritt Richtung WM-Titel

MotoGP 2009

— 16.08.2009

Rossi nutzt Lorenzo-Patzer

Ein toller Zweikampf wurde durch einen Sturz beendet: Jorge Lorenzo verpasste eine großartige Chance, Valentino Rossi schnappte sich den Sieg

Es war die erwartete Yamaha-Show. Sowohl Valentino Rossi als auch Jorge Lorenzo waren in Brünn das Maß aller Dinge. Rundenlang donnerten die beiden Superstars der Szene einen Bestwert nach dem anderen in den tschechischen Asphalt, doch letztendlich sollte ein Fehler Lorenzos über Sieg und Niederlage entscheiden. Der Spanier ebnete Rossi damit den Weg zu einem weiteren Triumph.

Schon beim Start zum 22-Runden-Rennen deutete sich an, dass der Sieg in Brünn eine reine Yamaha-Angelegenheit werden würde - doch zunächst mussten sich Rossi und Lorenzo hinten anstellen: Dani Pedrosa (Honda) erwischte den besten Start und rauschte in Kurve eins in Front, um seinerseits nach wenigen Metern vom "Doktor" kassiert zu werden - Rossi holte sich die "1" zurück.

Lorenzo rutscht raus, Rossi holt den Sieg

Lorenzo war in der Zwischenzeit ins Mittelfeld abgerutscht und musste sich erst mühsam nach vorne arbeiten. Einige Runden lang hing der spanische Rennfahrer hinter Pedrosa fest, konnte sich dann aber doch noch vorbeidrücken und die Hatz auf Rossi eröffnen. Als die beiden Yamaha-Stallgefährten erst einmal direkt hintereinander, konnte ihre große Show beginnen. Rundenrekorde waren Programm!

Bei jedem neuen Umlauf registrierten Rossi und Lorenzo weitere Topzeiten und trieben sich immer weiter an - bis Lorenzo schließlich seine Chance suchte und Rossi überholte. Doch der Italiener konterte wenig später und drückte sich in Kurve zwei am Spanier vorbei - und Lorenzo rutschte von der Piste! Ohne Fremdeinwirkung kam der Yamaha-Fahrer zu weit raus und landete im Kies.

Damit war das Rennen entschieden und Rossi konnte den Sieg in Schleichfahrt zu Ende bringen. Pedrosa sicherte sich den nun vakanten zweiten Rang - Platz drei ging an einen Überraschungsmann. Toni Elias (Gresini-Honda) bot eine starke Leistung in Brünn und konnte sich über 22 Runden Andrea Dovizioso (Honda) vom Leib halten. Damit schlug das Kundenbike sogar ein Werksmotorrad!

Kallio und Melandri mit Crash

In der Schlussphase hätte beinahe noch Loris Capirossi (Suzuki) in den Kampf um Platz drei eingreifen können, musste sich aber doch mit Rang fünf begnügen. Anders Mika Kallio (Ducati) und Marco Melandri (Hayate): In der vorletzten Runde fuhren sich die beiden MotoGP-Piloten gegenseitig über den Haufen und landeten im Kiesbett. Dort begann sofort die Ursachenforschung - im Streit.

Auch das Rennen von Michel Fabrizio (Pramac-Ducati) stand unter keinem guten Stern: Schon nach wenigen Runden musste der Ersatzmann aufgeben - offensichtlich mit Schmerzen in den Unterarmen. Neuling Gabor Talmacsi (Scot-Honda) erwischte hingegen einen guten Start, musste in der Folge aber wieder Lehrgeld bezahlen und wurde 13. und Letzter - WM-Punkte gab es trotzdem für den Ungarn.

Davon hat Rossi nach Brünn 212 an der Zahl und liegt nun souverän in Führung - eine Vorentscheidung dürfte gefallen sein. Lorenzo kommt nach seiner Nullnummer in Tschechien auf 162 Punkte, Casey Stoner (Ducati/150) ist trotz seiner gesundheitlichen Probleme noch immer WM-Dritter. Pedrosa (135) rangiert auf Rang vier vor Colin Edwards (Tech 3-Yamaha/112) und Dovizioso (107).

Fotoquelle: Yamaha

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