Titelkampf gelaufen: Jorge Lorenzo gibt sich Valentino Rossi geschlagen

MotoGP 2009

— 17.08.2009

Lorenzo gibt sich im Titelkampf geschlagen

Nach seinem Aus in Brünn sieht Jorge Lorenzo eigentlich keine Chance mehr auf den Titel, "außer seltsame Dinge passieren" - Jetzt will er Vizemeister werden

Der Titelkampf in der MotoGP 2009 ist gelaufen - zumindest wenn es nach Jorge Lorenzo geht, der bis gestern Nachmittag noch einer der Anwärter auf die Weltmeisterschaftskrone war. Doch nach seinem Aus in Brünn sieht der Spanier keine Chance mehr, seinen Yamaha-Teamkollegen Valentino Rossi im Titelrennen noch einzuholen.

Lorenzo hat nun 50 Punkte Rückstand auf Rossi. Aus dem Titelfight, der vor einer Woche noch ein Dreikampf war, ist damit wohl nun eine Ein-Mann-Show geworden. Ducati-Pilot Casey Stoner kann wegen seiner Zwangspause kaum noch mit eingreifen und nun scheint Rossi den Titel so gut wie sicher zu haben. Denn Lorenzo gibt den Kampf auf.

"Wenn nicht seltsame Dinge passieren, ist alles verloren", sagte Lorenzo der 'Gazzetta dello Sport'. Für den Saisonendspurt hat er sich vorgenommen: "Ich darf nicht mehr an die Meisterschaft denken, sondern ich muss einfach daran arbeiten, von Rennen zu Rennen besser zu werden."

"Ich muss gegen den besten Fahrer aller Zeiten kämpfen. Und dazu hatte ich auch noch Probleme mit der Abstimmung und war körperlich erschöpft", versuchte Lorenzo zu erklären, warum er das Brünn-Rennen durch einen Sturz wegwarf. "Ich suche nicht nach Ausreden, aber solche Dinge passieren, wenn man am Limit ist. Valentino ist der Beste und er hat es jetzt in der Hand. Ich konzentriere mich darauf, Zweiter zu werden."

Rossi selbst vermutet, dass Lorenzo ein bisschen zu ehrgeizig versucht habe, ihn zu schlagen: "Das bedeutet den anderen Fahrern sehr viel. Ich bin seit Langem an der Spitze und wenn man mich schlägt, nimmt man mir die Krone der Nummer 1 vom Kopf."

Doch Rossi ist selbstbewusst - und überzeugt, dass die anderen sich da vergeblich bemühen: "Wenn ich fahre, habe ich eine klare Vorstellung von dem, was passiert. Das war immer eine meiner Stärken. So wie ich und Yamaha derzeit in Form sind, ist es schwer, schneller zu sein als ich. Im besten Fall kann man genauso schnell sein wie ich."

Fotoquelle: Yamaha

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