Mike Leitner und Dani Pedrosa suchen wieder den Anschluss an Yamaha

MotoGP 2009

— 18.08.2009

Bei Honda hat man sich "etwas vergriffen"

Exklusiv: Dani Pedrosas Chefmechaniker Mike Leitner erklärt, warum Honda in Brünn nicht mit Yamaha mithalten konnte - Test mit Öhlins-Dämpfern

Dani Pedrosa war im Rennen in Brünn schon nach wenigen Runden klar, dass er diesmal keine Chance hat, mit den beiden Yamaha-Piloten Valentino Rossi und Jorge Lorenzo mitzuhalten. Seine Werks-Honda war in Tschechien einfach im Vergleich zur Yamaha nicht konkurrenzfähig. "An diesem Wochenende haben wir uns ein bisschen vergriffen", bestätigt Pedrosas Chefmechaniker Mike Leitner gegenüber 'Motorsport-Total.com'.

Doch wenn man in der Situation ist, dass man auf einen Gegner aufholen muss, neige man eben eher dazu, verschiedene Dinge auszuprobieren, so Leitner: "Und wenn man etwas probiert, ist am Ende die Gefahr groß, dass etwas Schlechtes dabei rauskommt. Das ist uns an diesem Wochenende auch ein bisschen passiert. In den letzten Rennen waren wir von der Konkurrenzfähigkeit ziemlich nah an Yamaha dran, in Brünn aber etwas weiter weg."

Dennoch blickt Leitner positiv gestimmt nach vorn. "So krass wie in Brünn wird es nicht immer sein", sagt er über das Kräfteverhältnis zwischen Honda und Yamaha und erinnert an die drei Rennen vor Brünn: "Wir haben in Amerika gewonnenund wir kamen am Sachsenring 1,3 Sekunden hinter ihnen als Dritter ins Ziel. Das Resultat von Donington war einfach vom Wetter bestimmt, das kann man nicht als Referenz hernehmen. Aber da waren wir im Trockenen auch vorn dabei."

Man müsse aber ganz klar sagen, dass die beiden Yamaha-Piloten derzeit "auf dem am besten ausgeglichenen Paket sitzen", so Leitner: "Ich möchte den Fahrern nichts absprechen, sie sind auch zwei der stärksten Fahrer. Aber ich glaube, dass andere Piloten in diesem Fahrerlager auch sehr stark sind - wir können ihnen nur leider zurzeit das Paket nicht bieten."

Das soll sich in Zukunft ändern. Beim gestrigen Test in Brünn wurden erstmals Öhlins-Dämpfer an die RCV212 gebaut. "Das ist einfach mal ein Zukunftsszenario", so Leitner. "Wir verwenden seit Jahren Showa und jetzt war die Überlegung da, ob man etwas ändert oder nicht. Es war ein 'Gentlemen's Agreement'. Beide Fahrwerkshersteller haben zugestimmt, dass wir den Test machen können."

Viele neue Erkenntnisse konnte Honda dabei aber nicht sammeln, dazu war die Zeit zu knapp. "Wir sind am Ende nur eineinhalb Stunden zum Fahren gekommen. Es waren ein paar interessante Eindrücke. Aber ob es besser oder schlechter ist, kann man überhaupt nicht sagen", erklärt Leitner.

Ein weiteres "Zukunftsszenario" ist bei Honda jedoch schon beschlossen: Pedrosa wird weitere zwei Jahre im Team bleiben. Und mit ihm auch Leitner - mit allergrößter Wahrscheinlichkeit jedenfalls: "Ich habe noch nichts Gegenteiliges gehört. Es wurde schon gesprochen, aber es wird dann irgendwann einmal ein Vertrag unterschrieben und dann ist es fix. Diese Sache ist eigentlich nicht zur Debatte gestanden. Er hat mich eigentlich nur gefragt, ob ich bei ihm bleiben will und das hat mir gereicht."

Fotoquelle: Honda

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