Jorge Lorenzo wittert nun wieder seine Chance im aktuellen Titelkampf

MotoGP 2009

— 31.08.2009

Neues Feuer im MotoGP-Titelkampf

Nach dem Sieg in Indianapolis sieht Jorge Lorenzo neue Chancen, Titelverteidiger Valentino Rossi bleibt vor dem Heimspiel entspannt

Valentino Rossi erlebte in den USA einen herben Rückschlag. Der amtierende MotoGP-Champion kam mit einer satten 50-Punkte-Führung nach Indianapolis, verlässt den "Nudeltopf" nun aber nach seinem Ausfall mit nur noch einem halb so dicken Polster. Der Italiener war im Rennen am Sonntag gestürzt und hatte somit seinem teaminternen Yamaha-Konkurrenten Jorge Lorenzo einen leichten Sieg ermöglicht.

"Vor diesem Rennen hätte ich gesagt, dass der Titel unmöglich ist", meint der Spanier nach der Triumphfahrt, "aber jetzt würde ich sagen, dass es zwar schwierig, aber wenigstens möglich ist." Lorenzo hatte seinen Sieg in Indianapolis zunächst mit einem 850-Meter-Wheelie auf der Zielgeraden gefeiert. Später brachte er die 75.000 Zuschauer in Extase, als er in IndyCar-Manier den Fangzaun hochgeklettert war.

Der Spanier analysiert: "Die Voraussetzungen haben sich vollkommen geändert, weil Dani und Valentino ausgefallen sind. Für mich ist das natürlich erstklassig." Mit 25 Punkten Rückstand fährt Lorenzo nun nach Misano - also zum Heimspiel seines Kontrahenten: "Valentino zu schlagen, ist immer schwierig - bei seinem Heimspiel erst recht. Aber ich mag Misano und ich will weit vorne sein, mindestens in den Top 3."

Kopfschüttelnd schlurfte Rossi nach seinem Crash in die Garage. Der Yamaha-Superstar konnte sich seinen Ausfall kaum erklären. Die Datenauswertungen zeigten anschließend, dass er leicht neben der Ideallinie auf den Dreck gekommen sein musste und daher wegrutschte - die zweite Nullrunde des Jahres. "Jorge war sehr schnell. Ich weiß nicht, ob ich hätte gewinnen können", gibt Rossi allerdings offen zu.

"Ich wollte weiterfahren, aber am Gaszug war etwas kaputt", so die Erklärung für das endgültige Aus, nachdem es der "Doktor" nach dem Crash noch zwei Runden lang versucht hatte. "Jetzt will ich in Misano wieder an die Spitze kommen. Noch führe ich die Weltmeisterschaft an und das ist erst einmal das Wichtigste." Im vergangenen Jahr hatte Rossi in Misano nach einem Ausfall von Casey Stoner gesiegt und gleichzeitig den Agostini-Rekord von 68 Siegen in der Königsklasse egalisiert.

Fotoquelle: IMS

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