Die Nummer 46 wird als Rossi-Nummer in die Geschichte eingehen.

MotoGP 2009

— 03.09.2009

Schwantz: "Die Nummer 46 wird es nach Rossi nie wieder geben"

Die Motorradlegende Kevin Schwantz huldigt dem König der Königsklasse Valentino Rossi

Die Startnummer von Kevin Schwantz, die Nummer 34, darf in der Motorradweltmeisterschaft aus Respekt vor den Leistungen des Suzuki-Superstars nicht mehr vergeben werden. Da liegt es auf der Hand, dass Schwantz davon ausgeht, dass nach Rossis Rücktritt die Nummer 46 ebenfalls für immer unter Verschluss bleiben wird.

"Valentino Rossi hat für diesen Sport so viel geleistet und er ist weltweit ein solch bedeutender Teil der Attraktion, dass es mich wirklich überraschen würde, wenn die 46 nach seinem Rücktritt nicht zurückgezogen werden würde", erklärte Schwantz im Rahmen einer Pressekonferenz.

Andrea Dovizioso musste jüngst seine angestammte Nummer 34 aufgeben, um mit der 4 ins Rennen zu gehen, da die 34 für immer und ewig als Schwantz-Nummer reserviert ist. Auf die Frage, ob der Motorradweltmeisterschaft nicht irgendwann die Nummern ausgehen, entgegnete die US-amerikanische Motorradlegende: "Wir können es uns sicherlich nicht erlauben, jedes Mal, wenn jemand ein wenig für diesen Sport getan hat, die komplette Nummer zurückzuziehen. Ich war allerdings wirklich geehrt, als meine Nummer nicht mehr vergeben werden sollte."

Ehre, wem Ehre gebührt
"Wissen Sie, es gibt ein paar Nummern im Sport, die man aufhängen sollte, um dieser Person Tribut zu zollen", meint Schwantz. Im US-Sport ist das auch Gang und Gäbe, den Legenden einer Sportart auf diese Art und Weise Tribut zu zollen. Beim Basketball hängen die Trikots der Legenden Michael Jordan und Magic Johnson wie selbstverständlich unter dem Hallendach. Auch beim Fußball hat es von Seiten der argentinischen Nationalmannschaft Versuche gegeben, die Nummer 10 zu Ehren von Diego Maradona nie wieder zu vergeben. Der Fußballweltverband FIFA machte diesem Ansinnen jedoch einen Strich durch die Rechnung.
Ohne Zweifel zählt Valentino Rossi schon jetzt zu den Legenden des Motorradsports. "Ich wüsste nicht, wo dieser Sport im Moment wäre, wenn es Valentino Rossi nicht geben würde", erklärt Schwantz. "Ich habe gerade erst gelesen, dass Valentino Rossi weltweit unter allen Sportarten zu den acht populärsten Sportlern gehört."
"Wenn man zu einem Grand Prix fährt, und sich einmal anschaut, wie viele Menschen Gelb tragen, weil Valentino Rossi und die Nummer 46 nun einmal ein Synonym für die Farbe Gelb sind, und man auf die Tribünen guckt und sieht, wie viel Gelb es dort gibt, erkennt man, was für eine riesige Bedeutung er aus der Motorradperspektive besitzt", preist Schwantz die Bedeutung des "Doktors".

Aber woher kommt diese enorme Popularität der 46? Schwantz meint, dass es bei Weitem, nicht nur seine Erfolge sind, die Rossi zu einem Anbetungswürdigen Subjekt der Fans machen: "Wenn das Rennen vorbei ist und er gewonnen hat, verleiht er seiner Freude Ausdruck. Wenn er wie in Donington einen Fehler macht, spart er andererseits aber auch nicht an Kritik an sich selbst. Ich glaube, dass Rossi mehr als irgendjemand sonst in der Moto GP menschliche Züge zeigt. Das macht ihn so populär. Ich glaube deshalb mögen ihn die Leute so. Ich glaube er ist einfach nur ein normaler Kerl, der momentan einfach nur schneller als irgendjemand sonst auf dieser Welt Motorrad fahren kann."

Fotoquelle: IMS

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