Marco Melandri war vom Kawasaki-Werksteam freundlich begrüßt worden

MotoGP 2009

— 04.09.2009

Hayate: Die Notlösung als Glücksfall

Wie Marco Melandri von der schwierigen Kawasaki-Situation in der aktuellen Saison sogar profitiert: Image wieder aufpoliert

Grün ist die Farbe der Hoffnung. Genau diese Farbe hatte sich Marco Melandri nach einem desaströsen Jahr im Schatten von Casey Stoner bei Ducati 2008 ausgesucht. Der Italiener wollte bei Kawasaki sein Glück finden, doch plötzlich zogen sich die Japaner angesichts der Wirtschaftskrise zurück. Melandri stand mit leeren Händen und ohne Motorrad da. Erst der Druck von Vermarkter Dorna brachte Kawasaki dazu, wenigstens unter dem Namen Hayate ein Bike fahren zu lassen.

Natürlich war eine solche Lösung längst nicht das, was sich Melandri gewünscht hatte. Aber es war zu Beginn besser als nichts und im Nachhinein sollte sich das Szenario gar als Glücksfall darstellen. "Zu Anfang des Jahres haben doch alle geglaubt, dass ich in jedem Rennen Letzter werde", erklärt der 27-Jährige. "Aber wir haben gute Rennen im Trockenen gezeigt und ich stand in Le Mans sogar auf dem Podest. Ich kann regelmäßig um Platz sieben oder acht kämpfen. Das ist viel besser als erwartet."

Genau davon profitiert der Italiener nun. Wäre Melandri in der aktuellen Saison mit Kawasaki-Werksmaterial auf jene Plätze gefahren, wäre der Erfolg nicht halb so hoch bewertet worden. Melandri nutzte die düsteren Zweiten, um nun im besseren Licht zu stehen. Nach seiner traurigen Ducati-Zeit ist Melandri nun wieder eine begehrte Aktie in der MotoGP, die bevorstehende Rückkehr zu Gresini-Honda zeigt dies deutlich.

"Wenn du erstmal auf der Strecke bist, dann interessiert dich eigentlich gar nicht, auf was für einer Maschine du gerade sitzt. Dann willst du einfach nur das Beste geben", meint Melandri, der bei Hayate mit kaum entwickelten Kunden-Kawasakis klarkommen muss. "Die Probleme des Winters haben uns im Team zusammengeschweißt. Ich bin glücklich mit der Mannschaft. Alle arbeiten hart, sehr gut zuammen und das gibt mir zuversicht."

Leider zieht Kawasaki zum Ende dieser Saison endgültig den Stöpsel. Der Hayate-Mannschaft droht das Ende. "Es sieht leider so aus", meint der Pilot. "Ich hoffe, dass die Jungs gute Jobs in anderen Team finden können. Sie arbeiten wirklich gut und sie waren es, die mir den Spaß am Motorradfahren wiedergegeben haben."

Fotoquelle: Kawasaki

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