Aleix Espargaro gab in Indianapolis ein beeindruckendes MotoGP-Debüt

MotoGP 2009

— 15.09.2009

Aleix Espargaro: "Ich will nur wieder Rennen fahren"

Aleix Espargaro im Interview: Freundlich, bescheiden und mit bestem Oxford-Englisch ausgestattet, zeigte sich der Überraschungsmann des letzten Grand Prix

Nach seinen beeindruckenden Ergebnissen am Indianapolis Motor Speedway und in Misano steht der 22 Jahre alte Katalane in der Fahrerbörse für 2010 hoch im Kurs. Als Edeltester und gefragter Ersatzpilot erlebt Aleix Espargaro turbulente Zeiten um seine Person. Doch ihn selbst kümmern die Gerüchte wenig bis gar nicht, wie er 'Motorsport-Total.com' erzählte.

Frage: "Aleix, welche Erfahrungen hast du bei den zwei Grand Prix mit dem MotoGP-Bike gesammelt?"
Aleix Espargaro: "Mit Sicherheit war es nicht einfach auf ein MotoGP-Bike zu hüpfen und damit auf Anhieb schnell zu sein. Aber ich habe alles, was ich geben kann, gegeben und dieses Abenteuer ist ziemlich gut verlaufen. Das Gefühl mit der Ducati war seit den ersten Runden gut und in Misano konnten wir obendrein ein gutes Resultat einfahren."

Frage: "Worin liegt eigentlich die Anforderung an einen Fahrer, wenn man innerhalb kürzester Zeit mit so vielen verschieden Motorradtypen unterwegs ist; so wie du in Assen mit einer 250er, dann wieder Moto2-Tests und eben zuletzt mit einem MotoGP-Bike?"
Espargaro: "Jedes Motorrad ist etwas ganz anderes und es dauert eine Weile bis man sich daran gewöhnt hat. Die 250er und die Moto2 sind sich sehr ähnlich, aber mit dem MotoGP-Bike von Pramac Ducati gibt es viel mehr zu lernen. Die Elektronik ist dabei das Wichtigste, was man auf schnellsten Weg zu verstehen lernen muss. Gelingt dies, hilft es ungemein viel im allgemeinen Lernprozess."

Frage: "Wie geht es jetzt weiter, was sind deine Pläne für die restliche Saison 2009?"
Espargaro: "Nachdem die Armoperation in der vergangenen Woche sehr gut verlief, werde ich in dieser Woche schon wieder Tests mit der Moto2-Maschine in Spanien absolvieren. Auch für spätere Termine sind noch weitere Tests geplant. Danach werden wir sehen was die Zukunft für mich bringen wird. Zunächst aber bin ich dem Pramac Racing Team, insbesondere dem Teamchef Paolo Campinoti , dankbar für diese Gelegenheit, die ich bekommen habe und hoffe sie nicht enttäuscht zu haben."

Frage: "Werden wir dich 2010 wieder als Fixstarter in der Weltmeisterschaft sehen?"
Espargaro: "Sicher wäre ich überaus glücklich, könnte ich wieder in die MotoGP-Weltmeisterschaft zurückkehren. Aber dies wird sich noch zeigen. Ich will jedenfalls wieder Rennen fahren! Ganz egal mit was: Gib mir eine 125er, eine 250er, ein Superbike oder auch nur einen Scooter. Ich möchte Rennen bestreiten, denn das ist es, was ich in meinem Leben machen will. Sollte ich ein ernsthaftes MotoGP-Angebot bekommen, werde ich keine Sekunde zögern dieses anzunehmen!"

Frage: "Zum Schluss noch eine Frage zum 125er Rennen in Misano. Wie hast du den Zwischenfall zwischen deinem Bruder und Andrea Iannone miterlebt? Musstest du danach deinen Bruder Pol beruhigen?"
Espargaro: "Ich war natürlich sehr traurig, aber keinesfalls zornig über Iannone. So etwas passiert immer wieder im Rennsport. Aber seine Reaktion hat mir gar nicht gefallen, das ist etwas anderes."

"Es tut mir irrsinnig leid für meinen Bruder. Als ich den Unfall gesehen hatte, schrie ich nur noch, denn ich war schon darauf eingestellt, seinen Sieg zu feiern. Schade, aber er wird sehr bald wieder eine Gelegenheit zum Gewinnen haben."

Fotoquelle: Pramac

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