Valentino Rossi gewann in Sepang seinen neunten Titel in der Königsklasse

MotoGP 2009

— 25.10.2009

Malaysia: Stoner dominiert - Rossi holt WM-Titel

Während Casey Stoner im Regen von Sepang nach Belieben dominert, fährt Valentino Rossi als Dritter ganz locker den WM-Titel ein

Die Nachricht des Tages lautet: Valentino Rossi gewinnt zum neunten Mal die Weltmeisterschaft in der Königsklasse des Motorradsports. Im Regenrennen von Sepang fuhr der Titelverteidiger in aller Ruhe auf Platz drei und liegt damit vor dem Saisonfinale in Valencia in der Gesamtwertung uneinholbar vorne. Der dominierende Mann des Rennens war allerdings Casey Stoner, der unter schwierigen äußeren Bedingungen den Rest des Feldes deklassierte.

Das Rennen der MotoGP-Klasse begann turbulent. Schon der Start musste aufgrund eines plötzlich hereinbrechenen Monsunregen um 35 Minuten verschoben werden. Als um 15:20 Uhr Ortszeit die Boxengasse endlich geöffnet wurde fuhren alle Fahrer mit ihren auf Regenverhältnisse abgestimmten Motorrädern auf die Strecke, um sich selbst ein Bild über die Bedingungen zu verschaffen. Nur einer fehlte: Jorge Lorenzos Maschine sprang nicht an.

In letzter Sekunde wechselte der Spanier auf seine Ersatzmaschine und fuhr doch noch aus der Box, kehrte aber zur Überraschung aller Beteiligten nach einer Runde wieder zurück, anstatt sich in die Startaufstellung zu begeben. Die Folge: Lorenzo musste den letzten Startplatz einnehmen. Ganz vorne stand dagegen dessen ärgster Rivale Rossi, der sich am Start aber deutlich zurückhalten sollte.

Stattdessen übernahm bereits in der zweiten Runde Stoner die Führung, die er bis zum Schluss nicht mehr abgeben sollte. Rossi wurde zunächst nach hinten durchgereicht, während Lorenzo von hinten aufholte. Schon nach einer Runde lagen die beiden Kontrahenten in der Mitte des Feldes unmittelbar beieinander. Der einzige Sturz der Anfangsphase ereignete sich in der zweiten Runde. Randy de Puniet wurde durch einen Highsider aus dem Sattel seiner Honda gerissen und schied aus.

Stoner setzte sich früh ab

An der Spitze des Feldes machte Stoner sehr schnell deutlich, dass er nicht zu schlagen sein würde. Mit einer Serien an schnellsten Rennrunden setzte er sich von Dani Pedrosa ab und hatte nach sieben Runden bereits rund 13 Sekunden Vorsprung. Rossi folgte derweil Lorenzo wie ein Schatten bis sich beide auf die Plätze vier und fünf nach vorne gearbeitet hatten.

Es sah schon beinahe so aus, als sei Rossi ausschließlich auf Sicherheit bedacht. Eine Platzierung knapp hinter Lorenzo hätte ihm schließlich vollkommen ausgereicht, um den WM-Titel vorzeitig klarzumachen. Doch in der achten Runde hatte Rossi offenbar die Verhältnisse endgültig im Griff und ging mit geradezu spielerischer Leichtigkeit an Lorenzo vorbei. Ab der zwölften Runde folgte sogar eine Serie an neuen Bestzeiten, die den Titelverteidiger immer näher an den drittplatzierten Andrea Dovizioso heranbrachte.

Doch bevor es zum Zweikampf Dovizioso-Rossi kommen konnte, stürzte der Repsol-Honda-Pilot. Rossi erbte kampflos den dritten Rang und hielt diesen bis zum Ziel. Stoner und Pedrosa verwalteten fortan ebenfalls ihre Platzierungen und so fuhr Rossi ganz locker dem WM-Gewinn entgegen.

Der überlegene Sieg beim Großen Preis von Malaysia - vor knapp 60.000 Zuschauern allein am Rennsonntag - ging aber an Stoner, der damit erneut ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt hat. Mit ihm wird in der kommenden Saison wieder zu rechnen sein.

Fotoquelle: Yamaha

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