Rollentausch bei Suzuki: Chris Vermeulen landete am Sonntag vor Loris Capirossi

MotoGP 2009

— 25.10.2009

Sepang: Vertauschte Rollen bei Suzuki

Während Loris Capirossi im verregneten Sepang überhaupt nicht zurechtkam, kämpfte sich Chris Vermeulen immerhin auf Platz sechs

Der plötzliche Wolkenbruch, der unmittelbar nach der Siegerehrung des 250er-Rennens in Sepang auf die Strecke niederging, stellte im anschließenden MotoGP-Lauf vieles auf den Kopf. Zunächst musste der Start um 35 Minuten verschoben werden, da die Wassermassen innerhalb kürzester Zeit die Strecke überschwemmten. Als dann der Grand Prix von Malaysia doch noch gestartet wurde, fuhren die Piloten erstmals an diesem Wochenende auf nasser Fahrbahn.

Dies hatte zur Folge, dass die komplette Abstimmungsarbeit des Wochenendes umsonst war. Chris Vermeulen konnte dadurch nur gewinnen, schließlich war der Australier bei trockenen Bedingungen nicht wirklich konkurrenzfähig und qualifizierte sich nur als 14. Loris Capirossi hingegen hatte durchaus eine Menge zu verlieren, kam er doch mit der tropischen Hitze und dem trockenen, heißen Asphalt bestens zurecht.

Der alte Spruch von des einen Freud' und des anderen Leid' sollte sich dann auch bewahrheiten. Vermeulen zeigte eine couragierte Leistung und verdiente sich einen zuvor nicht für möglich gehaltenen sechsten Platz. Capirossi hatte dagegen größte Mühe und konnte froh sein, immerhin als Neunter ins Ziel gekommen zu sein. "Loris ist aufgrund des Resultats am Boden zerstört", sagte Suzuki-Teamcheff Paul Denning anschließend.

"Speziell für ihn war der krasse Wechsel der Bedingungen eine herbe Enttäuschung, wenn man bedenkt, welchen Speed er an diesem Wochenende schon gezeigt hatte", so Denning weiter. "Chris ist dagegen ein wirklich starkes Rennen gefahren. Er wäre schnell genug gewesen, um die Top 5 anzugreifen, hätten wir uns etwas besser qualifiziert."

Vermeulen sah dies nach dem Rennen genauso: "Ich denke wir hätten heute den Speed für ein Top-5-Ergebnis gehabt. Meine Jungs haben mit dem Motorrad einen tollen Job gemacht. Sie haben mir heute etwas Wettbewerbsfähiges hingestellt, obwohl wir hier im Nassen gar nicht testen konnten."

Der Australier war vor allem zur Rennmitte schnell unterwegs. "In den ersten vier oder fünf Runden müsste ich kämpfen, um ein Gefühl für die Reifen zu entwickeln, speziell auf der linken Seite. Aber als ich das im Griff hatte, kam ich in einen guten Rhythmus und fühlte mich ganz gut. Das Motorrad funktionierte bis auf die letzten paar Runden gut. Als die Strecke abtrocknete, war es in den Kurven sehr schwer für mich. Aber ich bin mir sicher, dass es für keinen da draußen leicht war."

Capirossi wollte nach dem Rennen nicht viel sagen. "Ich bin einfach nur enttäuscht", gab er immerhin zu Protokoll. "Die Regenabstimmung des Motorrads war eigentlich ganz gut, aber in den ersten zehn Runden kam ich überhaupt nicht zurecht, da ich für die linke Seite der Reifen kein Gefühl bekam. Ich bin bis auf den 13. Platz zurückgefallen, konnte dann aber noch drei oder vier Fahrer überholen."

Fotoquelle: Suzuki

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