Marco Simoncelli weiß, dass auf ihn ein umfangreiches Lehrjahr wartet

MotoGP 2010

— 02.01.2010

Simoncelli im Kreise seiner Idole

Marco Simoncelli findet es seltsam, nun direkt gegen seine größten Idole antreten zu dürfen und hat für 2010 ein Motto: Ruhe bewahren und lernen

Die MotoGP ist fest in italienischer Hand. Abgesehen von Valentino Rossi tummeln sich im Feld noch der beliebte Altmeister Loris Capirossi oder der nach wie vor als pfeilschnell geltende Marco Melandri. Letzterer tritt bei Gresini-Honda als Teamkollege des italienischen MotoGP-Rookies Marco Simoncelli an. Meldandri wird nicht nur Teamkamerad und Lehrmeister, sondern auch eine erste große Messlatte für den ehemaligen 250er Weltmeister werden.

"Ich hoffe, dass ich ihn schlagen kann. Er hat sehr viel Erfahrung und ist superschnell. Ihn zu schlagen würde bedeuten, in der Meisterschaft weit vorne zu landen", erläuterte Simoncelli gegenüber der 'Gazzetta dello Sport'. An die MotoGP will der Rookie nicht mit überstürzten Erwartungen herangehen. "Ich hoffe, dass ich schnell lernen werden, aber natürlich weiß ich, dass ich ruhig bleiben muss."

Zu viele Rookies sind schon an ihren eigenen Erwartungen zerbröselt. "In allen Klassen kann es relativ einfach sein, einen bestimmten Level zu erreichen, um aber wirklich schnell zu werden braucht man mehr: Der Fahrer muss in Topform sein, er braucht aber auch ein Bike, welches mir erlaubt, so zu fahren, wie ich es will."

Dass auf seinem künftigen Arbeitsgerät, der Honda RC212V 2009 eher sporadisch denn regelmäßig Erfolge eingefahren wurden, schreckt den 22-Jährigen nicht: "Ich denke, dass die RC212V eine gute Maschine ist, schließlich waren de Angelis und Elias damit stets sehr konkurrenzfähig. Dovizioso hat einen guten Start hingelegt, ist dann aber ein wenig aus der Spur gekommen. Diese Bikes haben so viele Aspekte, die es zu beachten gilt, dass man sehr leicht aus dem Tritt kommt. Wir müssen Ruhe bewahren und dürfen uns nicht entmutigen lassen."

Sportlich ist Simoncelli an der Spitze angekommen und darf sich mit illustren Namen wie Rossi oder Casey Stoner messen - für den Neuling ein merkwürdiges Gefühl: "Das ist in der Tat seltsam. Ich werde gegen Capirossi fahren, dem ich schon zugeschaut habe, seit ich acht bin und natürlich gegen Valentino, der immer mein Idol war. Das ist ein seltsames Gefühl, aber es ist cool. Natürlich wird es mehr Rivalität auf der Piste geben, aber dass ist kein Problem, denn außerhalb sind wir Freunde und intelligente Personen, wir sind beide Sportsmänner. Ich denke, wir werden auch weiterhin gut miteinander auskommen."

Fotoquelle: xpb.cc

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