Alex Crivillé erinnert sich an spannende Duelle mit Superstar Mick Doohan

MotoGP 2010

— 05.01.2010

Der Meister und sein Schüler

Ex-Champion und Motorradlegende Alex Crivillé erinnert sich an seine beinharten Duelle mit Zweirad-Ass Mick Doohan im Jahr 1996

Vor Valentino Rossi war Mick Doohan der große Motorrad-Dominator, an dem niemand vorbeikam. Viele Fahrer, die sich mit der berühmten Rennlegende aus Australien auf dem Weg zum Titel der damaligen 500cc-Klasse gemessen haben, sind gescheitert. So auch Alex Crivillé, der Mann aus Barcelona, der seinen ersten und einzigen Titel in der Königsklasse 1999 erst dann holen konnte, als sein übermächtiger Teamkollege nicht mehr mitmischte.

Was nicht heißt, dass Crivillé keine beeindruckende Bilanz vorzuweisen hätte: Stolze 20 Siege hat der Spanier insgesamt anhäufen können. 1994 stieß der Mann, der sich als erster Spanier überhaupt die Meisterschaftskrone aufsetzen konnte, zu Doohan und dem Honda-Team. Der Australier hatte den Neuankömmling sofort im Griff. Am nächsten kam Crivillé seinem Lehrmeister im Jahr 1996.

"1996 war ich am Besten vorbereitet - in allen Aspekten", erinnert sich die Rennlegende gegenüber 'motogp.com'. "Physisch und mental war ich sehr stark und die Maschine war wesentlich konkurrenzfähiger, als sie es früher war. Es war die Zeit, wo es unter den Fans eine regelrechte Aufspaltung gab; in Doohan- und Crivillé-Anhänger."

Näher als 1996 kam Crivillé Doohan nie

Crivillé machte in dem Jahr Druck und konnte zu einem Zeitpunkt, als die Meisterschaft in die entscheidende Phase einbog, durch zwei aufeinander folgende Siege in Österreich und der Tschechischen Republik, entscheidend Punkte auf Doohan gutmachen, doch individuelle Fehler warfen den Herausforderer wieder zurück. Beim Saisonfinale in Australien kollidierte der Spanier mit seinem Stallgefährten in der letzten Runde.

Der damalige Profiteuer des Crashs, der das Rennen dann gewann, war ein gewisser Loris Capirossi, es war der erste Sieg des Italieners in der höchsten Klasse. "1996 habe ich wirklich seinen Level erreicht. Ohne seinen Erfolg schmälern zu wollen muss ich aber sagen, dass ich in dem Jahr einige Male mit der Rennstrategie gespielt habe und dabei böse auf die Nase gefallen bin, während er sich das zunutze gemacht hat", schildert der unterlegene Spanier.

1996 war auch das Debütjahr von Rossi

"Er hat es auf clevere Art verstanden, Kapital daraus zu schlagen, während ich mit heruntergelassenen Hosen dastand. Das kam einige Male vor. Dein Teamkollege ist die einzige Person da draußen, die wirklich auf der gleichen Maschine sitzt, wie du. In diesem Rennen möchte man nicht Zweiter werden. Man möchte immer schneller sein, als der Teamkollege."

Mit Niederlagen gegen einen großen Champion wie Doohan braucht man sich allerdings nicht zu schämen. Crivillé hat noch einen weiteren Trost: "Glücklicherweise ist mir das in neun von zehn Fällen gelungen." 1996 ist auch das Jahr, in dem ein gewisser Valentino Rossi in der 125er Klasse debütierte und dort prompt seinen ersten Sieg holen konnte.

Fotoquelle: Honda

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