Jeremy Burgess (r.) muss bereits jetzt die ganze Saison durchplanen

MotoGP 2010

— 08.01.2010

Burgess: Motorenbeschränkung ist "gewaltige Aufgabe"

Valentino Rossis Crewchief Jeremy Burgesss gibt zu, dass ihn die Beschränkung auf sechs Motoren für die komplette Saison vor gewisse Probleme stellt

Kosten reduzieren, kein Geld mehr für sinnlose Tests ausgeben, kein "Rüstungswettlauf" der Hersteller - so kann man die Bestrebungen knapp zusammenfassen, die in der MotoGP seit einigen Monaten weiter vorangetrieben werden. Im Zuge dieser Maxime wurde unter anderem beschlossen, dass ab der kommenden Saison pro Fahrer nur noch sechs Motoren verwendet werden dürfen - verteilt auf alle 18 Rennwochenenden.

Diese Maßnahme ist allerdings nicht unumstritten. Weltmeister Valentino Rossi mahnte bereits im November im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com' an, dass sechs Motoren für eine ganze Saison "viel zu wenig" seien. Der Yamaha-Pilot ging sogar noch weiter: "Ich würde sogar sagen, dass es viel zu gefährlich ist." Nach einem Ausrutscher ins Kiesbett könne nicht geklärt werden, "wie viel Schmutz oder Steine in den Motor gelangt sind. Und danach mit diesem Motor weiter zu fahren wäre viel zu gefährlich."

Rossis legendärer Crewchief Jeremy Burgess pflichtet seinem Schützling zumindest insofern bei, als dass er auf sich und sein Team eine "gewaltige Aufgabe" zukommen sieht. "Die Herausforderung besteht für die Ingenieure darin, einen Motor zu konstruieren, der die maximale Leistung für drei Rennen bringt", so Burgess gegenüber 'Motor Cycle News'.

"Es gibt keine Probleme, wenn wir Leistungsfähigkeit und Haltbarkeit über drei Rennen aufrechterhalten können. Aber es gibt nun mal ein Optimum an Motorleistung, wenn man ein frisches Aggregat einbaut - und dann lässt es etwas nach." Deshalb müsse ein Kompromiss aus Leistung und Haltbarkeit gefunden werden, schließlich hat ein einziger Motor nun durchschnittlich rund 2.400 Kilometer durchzuhalten.

Eine weitere Konsequenz der neuen Regel ergibt sich in Bezug auf die Planung der gesamten Saison. "Mir fällt es schwer, dass ich bereits vor dem Start des ersten Rennens das letzte Rennen in Valencia einplanen muss. Ich musste mich noch nie um das Saisonende kümmern, noch bevor die Saison überhaupt losgegangen ist."

Fotoquelle: Yamaha

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