Claudio Domenicali sieht Ducati nach dem harten Jahr 2010 gestärkt

MotoGP 2010

— 13.01.2010

Domenicali: "Hartes 2009 gute Vorbereitung für 2010"

Haydens Probleme und Stoners Krankheit machten selbst den erfahrenen Claudio Domenicali ratlos, aber jetzt peilt man bei Ducati wieder den Titel an

Zu Saisonbeginn 2009 gehörte Ducati zu den großen Titelrivalen von Yamaha. Doch dann lief es nicht mehr so wie geplant. Nicky Hayden wurde mit der Desmosedici nicht richtig warm und dann fiel auch noch Titelanwärter Casey Stoner durch seine seltsame Krankheit aus. Die Mission WM-Gewinn musste Ducati verschieben.

"Wir hatten auch auf der sportlichen Seite 2009 ein problemreiches Jahr", bestätigt Teamchef Claudio Domenicali. "Nicky hatte größere Anpassungsschwierigkeiten als erwartet. Aber er hat uns gezeigt, dass er niemals aufgibt. Er war immer optimistisch, immer positiv gestimmt. Letztlich konnten wir ihm dadurch ab Saisonmitte ein Bike geben, mit welchem er adäquate Ergebnisse einfahren konnte. In Indianapolis stand er auf dem Podest und die Fortschritte gingen immer weiter. Beim letzten Test war er sogar Fünfter."

Dagegen sei Stoner - wie immer - von Beginn an schnell gewesen. Entsprechend hoch waren die Erwartungen von Ducati in den australischen Star. Doch dann kamen Stoners Gesundheitsprobleme. Doch diese Probleme seien hoffentlich überstanden. "Das Wichtigste ist letztlich, dass er nun bei uns ist und eine Fitness präsentiert, wie er sie schon lange nicht mehr hatte", so Domenicali. "Er kann trainieren und sich vorbereiten, sodass wir beim Test sofort loslegen können. Das ist wichtig auf dem Weg zum Titel."

"Man müsste verrückt sein, wenn man an Casey zweifelte", betont der Teamchef. "An seinen fahrerischen Fähigkeiten gibt es nichts zu rütteln. Als Beispiel möchte ich mal den Katar-Test nehmen. Da fährt Casey nach 20 Minuten erstmals auf die Bahn und hat sofort drei Sekunden Vorsprung auf den Zweiten. Es war allerdings ein schwieriges Jahr für ihn. Er wusste nicht, wie er seine körperlichen Probleme in den Griff bekommen sollte. Und wir wussten nicht, wie wir ihm helfen sollen. In einer solchen Situation waren wir zuvor noch nie."

Domenicali muss zugegeben - da wusste auch er als "alter Hase" keinen Rat mehr: "Ich bin seit 1991 dabei, habe also bestimmt einige Erfahrung. Eine solche Situation hatte ich noch nie erlebt. Wenn du erstmals vor einer solchen Situation stehst, ist es immer schwierig, den richtigen Weg zu finden."

2009 sei insgesamt hart gewesen, bilanziert der Teamchef: "Aber es war für uns eine gute Vorbereitung auf das Jahr 2010, für welches wir sehr optimistisch sind." Ducati geht mit einer neuen Aufstellung in die neue Saison: "Livio Suppo ist nicht mehr bei uns, was sicherlich die größte Veränderung darstellt. Livio Suppo hat beim Einstieg von Ducati in die MotoGP eine wichtige Rolle gespielt, aber solche Dinge kommen in jedem Unternehmen vor."

"Wir haben hausintern unter anderem mit Vittoriano Guareschi eine gute Lösung gefunden. Es kommen Fähigkeiten ins Team, die vielleicht vorher gefehlt haben", so Domenicali.

Und bei allen Sorgen, die Ducati 2009 hatte, sieht er doch auch Positives: "Natürlich haben wir nicht die Weltmeisterschaft gewonnen, aber immerhin waren vier Rennsiege dabei. Das Jahr war nicht ideal, aber auch kein Desaster. Mit vier Siegen und drei Pole-Positions muss man zufrieden sein, wenn man die Gründe sieht, warum wir nicht fünf oder sechs Rennen gewonnen haben."

Fotoquelle: Ducati

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