Paul Denning und Loris Capirossi hoffen auf wichtige Fortschritte bei Suzuki

MotoGP 2010

— 19.01.2010

Suzuki hofft auf den richtigen Schritt

Suzuki-Teamchef Paul Denning ist vor den Testfahrten der MotoGP in Sepang optimistisch: Die GSV-R schneller und fahrbarer?

Bei Suzuki gibt man Vollgas, um mit - im Vergleich zu Honda, Ducati und Yamaha - bescheidenen Mitteln einen großen Sprung nach vorne zu machen. Die vergangenen Saisons in der MotoGP waren geprägt von Problemen. Die Mannschaft um Teamchef Paul Denning konnte das Tempo der Konkurrenz oftmals nicht mitgehen. Das soll sich 2010 ändern. Bei den ersten Testfahrten vor dem Saisonstart sollen die Fortschritte sichtbar werden.

"Das Entwicklungsteam konzentriert sich darauf, die Maschine anpassungsfähiger zu machen, es wird einige umfangreiche Chassis-Entwicklungen geben und in Sepang wird zumindest ein komplett neu designter Rahmen zum Test bereit sein", sagt Denning auf 'motogp.com'. Auch beim Motor der GSV-R habe man neue Erfahrungen. "Wir werden die Kraftentwicklung ruhiger und für den Fahrer einfacher nutzbar gestalten."

Bislang konnte man die Neuheiten nur auf dem Prüfstand begutachten. Tests waren aufgrund der schlechten Witterung in Japan nicht möglich. "Wir werden also wirklich erst alles sehen, wenn wir in Sepang auf die Strecke gehen", sagt der Suzuki-Teamchef, der jedoch die Ergebnisse der hausinternen Simulationen mit Freude aufnahm. Die Jagd auf Spitzenzeiten werde beim Test dennoch nicht im Vordergrund stehen.

"Es geht mehr darum, an den Schwächen der Maschine zu arbeiten und sie anpassbarer zu machen, auch an verschiedene Bedingungen und niedrige Temperaturen", erklärt der Brite. "Suzuki hat vor dem Test in Estoril viel Arbeit erledigt und wir haben eine gute Tendenz erkannt, denn es war dort sehr kalt und wir konnten einige Probleme ausmerzen."

Als man im November in Portugal ausrückte und Neuzugang Álvaro Bautista und Testpilot Nobu Aoki auf die Bahn schickte, waren erste Fortschritte zu erkennen. Die Erfahrungen aus dem Test flossen ins das Bike für 2010 ein. "Wir wissen, welche Entwicklungen einfließen, aber wie das alles zusammenspielt werden wir erst sehen, wenn die Jungs im Februar fahren", mahnt Denning zur Vorsicht.

"Die Maschine war beim Estoril-Test definitiv besser als im Rennen. Sie war fahrbarer. Und es war einfacher, eine konstante Rundenzeit zu fahren, außerdem gab es etwas mehr Grip. Gegen Ende des Tests in Estoril begann Álvaro erstmals damit, detailliertes Feedback zur Maschine zu geben, denn bis dahin bestand sein Job darin, sich an die Maschine zu gewöhnen", so Denning abschließend, der sich von dem jungen Spanier an der Seite von Haudegen Loris Capirossi viel erwartet.

Fotoquelle: Suzuki

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