Ben Spies nimmt Kurs auf die MotoGP - und auf einige Zielankünfte in den Top 10

MotoGP 2010

— 29.01.2010

Spies: "Die Top 10 sind das Ziel"

MotoGP-Rookie Ben Spies über seine erste Saison als Tech-3-Pilot und die Zielsetzung im Debütjahr: "Ein Podium wäre fast ein kleines Wunder"

Ben Spies stellt sich in diesem Rennjahr der Herausforderung MotoGP, geht sein Debüt für die Tech-3-Mannschaft aber mit einer gehörigen Portion Respekt an. Dass die Motorrad-Bäume in der ersten Saison nicht gleich in den Himmel wachsen, ist dem US-Amerikaner wohlbewusst, einige Glanzpunkte will Spies aber dennoch setzen. Mit einem Podium rechnet der 25-Jährige allerdings nicht wirklich.

"Für mich geht es in erster Linie darum, zu lernen", sagt Spies gegenüber 'MotoGP.com'. "Ich brauche sicherlich eine komplette Saison, um Fuß zu fassen. Wenn mir in meinem zweiten MotoGP-Rennjahr keine Verbesserungen gelingen, dann weiß ich, dass ich nicht gut genug bin, um es mit diesen Jungs aufzunehmen", so der Yamaha-Pilot. Aus diesem Grund entschied sich Spies gegen die Superbikes.

"Ich hatte das Gefühl, dass ich in einem weiteren Jahr bei den Superbikes nichts Neues mehr lernen würde", erklärt der MotoGP-Rookie und fügt an: "Ich hatte meine Entscheidung schon getroffen, bevor ich den Titel holte. Selbst wenn uns das nicht gelungen wäre: Ich denke, wir waren meistens die Stärksten", meint Spies, der sich im spannenden Titelkampf gegen Noriyuki Haga durchgesetzt hat.

In der MotoGP weht dem US-Amerikaner aber ein ganz anderer Wind ins Gesicht, denn dort zählt Spies (noch) nicht zu den Platzhirschen: "Die Jungs um Valentino Rossi, Casey Stoner, Dani Pedrosa und Jorge Lorenzo sind schon da und es stoßen auch noch einige Talente aus der 250er-Kategorie hinzu. Diese Burschen kennen die Bikes bereits sehr gut und auch die Strecken", erklärt der 25-Jährige.

Spies rechnet nicht mit einem Podiumsbesuch

Doch davon will sich Spies nicht ins Bockshorn jagen lassen - Tech-3-Teamchef Herve Poncharal setzt seinen neuen Schützling diesbezüglich auch nicht unter Druck. Spies: "Er will einfach nur, dass ich lerne und mein Möglichstes tue. Das braucht Zeit, doch Herve und Yamaha stehen hinter mir", so der künftige MotoGP-Rennfahrer. Aber lockt den Youngster nicht auch das Siegertreppchen?

Spies stapelt tief: "Die Leute verstehen nicht, wie schwierig es ist, in der MotoGP in die Top 5 zu fahren. Schon der siebte Platz in Valencia war wie ein Sieg für mich. Ich wusste schließlich, wie hart und gut ich unterwegs war. Sollte mir das in meiner ersten Saison ein paar Mal gelingen, dann wäre ich super-zufrieden", meint der Tech-3-Neuzugang. Ansonsten ist vor allem Konstanz gefragt.

"Die Top 10 sind natürlich das Ziel", gibt der amtierende Superbike-Champion zu Protokoll. "Für ein Podium muss ich schon außergewöhnlich gut fahren und die Burschen vor mir brauchen eine gewisse Portion Pech. Ein Podium wäre also fast ein kleines Wunder", so Spies. "Nichtsdestotrotz wäre es eine schöne Sache. Realistisch ist es im ersten Jahr nicht drin, aber damit habe ich kein Problem."

Fotoquelle: Yamaha

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