Loris Capirossi musste in Sepang ein umfangreiches Testprogramm abspulen

MotoGP 2010

— 05.02.2010

Suzuki: Manche Fragen beantwortet, manche noch offen

Loris Capirossi und Alvaro Bautista verzeichneten beim Sepang-Test Fortschritte, haben aber bis zum Saisonstart noch viel Arbeit vor sich

Für Suzuki-Werksroutinier Loris Capirossi begann der Zwei-Tages-Test der MotoGP in Sepang gut. Der Italiener fuhr am gestrigen ersten Tag auf den vierten Platz. Mit seiner dabei erzielten Zeit von 2:02.102 Minuten belegte er im Gesamtklassement der beiden Tage Platz sechs. Heute konnte "Capirex" diese Zeit allerdings nicht mehr unterbieten. Er spulte heute ein sehr detailliertes Testprogramm ab.

Sein neuer Teamkollege Alvaro Bautista fuhr zum ersten Mal mit einer 800er-Maschine auf der malaysischen Strecke. Er brachte es an den beiden Tagen auf insgesamt 88 Runden und fuhr dabei eine Bestzeit von 2:03.274 Minuten. Bautista fand während des Tests in seinen Rhythmus und nahm ständig Veränderungen an seiner GSV-R vor, um die Abstimmung seinem Fahrstil anzupassen. Dabei konnte er seine Rundenzeiten konstant verbessern.

Beide Piloten werden nun zum Suzuki-Hauptquartier ins japanische Hamamatsu reisen. Ende Februar stehen dann in Sepang die nächsten Testfahrten an.

"Am ersten Tag war ich mit der Rundenzeit und meiner Konstanz recht zufrieden, denn wir wissen, dass die Fabrik für das diesjährige Bike noch viel Neues liefern wird", bilanziert Capirossi. "Wir konnten zwei neue Chassis testen und wissen nun besser, welchen Weg wir einschlagen müssen, um uns zu verbessern. Vor dem nächsten Test gehe ich in die Suzuki-Fabrik, dort kann ich den Ingenieuren direkteres Feedback geben."

"Heute war ich recht frustriert", räumt der Italiener ein. "Denn ich will immer schneller fahren und ich hatte heute wirklich einen detaillierten Arbeitsplan. Aber wir müssen das Bike verbessern, also musste ich das tun! Ich bin schon gespannt, was unsere Jungs zum nächsten Test mitbringen, inklusive des neuen Motors. Und ich will mich weiter steigern."

Rookie Bautista hat beim ersten Test des Jahres viel gelernt. "Nach langer Zeit ohne Fahren war das das erste Mal, dass ich hier mit einem MotoGP-Bike gefahren bin. Es war faszinierend, wie viel schneller im Vergleich zur 250er alles ist", so Bautista.

"Der erste Tag war für mich wie ein Neuanfang", berichtet er weiter. "Ich konnte meinen Speed schrittweise erhöhen und es war schade, dass wir heute Morgen wegen des Regens Zeit verloren haben. Aber trotzdem konnte das Team mein Feeling für das Bike enorm verbessern. Ich denke, dass ich jetzt mehr pushen kann. Wir haben nun eine gute Basis und ich bin gerüstet für den nächsten Test in Sepang."

Für Teammanager Paul Denning waren die beiden Tage in Sepang "ein guter Shakedown". "Manche unserer Fragen wurden beantwortet, aber in ein oder zwei Bereichen müssen wir noch die richtigen Lösungen finden", erläutert er. "Die Jungs in der Rennabteilung werden mit Hochdruck daran arbeiten, um für die nächsten beiden Tests die nötigen Verbesserungen zu finden."

Denning dankt vor allem Capirossi: "Wir verlassen uns auf ihn, damit er uns den richtigen weg vorgibt und das bedeutet, dass er wirklich viel Arbeit hat! Es ist für ihn schwer, weil er weiß, dass er viel schneller fahren kann, aber er weiß auch, dass wir das Bike noch viel besser machen müssen um zu vermeiden, ähnliche Probleme wie 2009 zu bekommen. Wir verlassen Sepang lieber etwas weiter hinten in der Rangliste als 2009, wenn wir dafür beim ersten Grand Prix ein besseres Bike haben!"

Bautista arbeite gut und lerne schrittweise dazu, fährt Denning fort: "Sein Fahrstil hat sich in den vergangenen beiden Tagen ein bisschen geändert - er wird allmählich ein MotoGP-Pilot! Im Moment tut er alles, was wir von ihm verlangen, er hat sich beim Test konstant gesteigert und wir sind davon überzeugt, dass wir bei ihm große Fortschritte sehen werden, wenn er ganz in seinen Rhythmus gefunden hat. Alles in allem sind wir recht zufrieden, aber wir wissen, dass wir noch einiges tun müssen, wenn wir unsere Ziele erreichen wollen."

Fotoquelle: Suzuki

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