Dani Pedrosa und das Honda-Werksteam stürzen sich in die neue Rennsaison

MotoGP 2010

— 06.02.2010

Honda: "Es geht um Zuverlässigkeit"

Teamchef Kazuhiko Yamano und Projektleiter Shinichi Kokubu über die Entwicklungsarbeit bei Honda: "Das Bike hat sich nicht sehr verändert"

Das Honda-Werksteam hat in der langen MotoGP-Winterpause frische Kraft getankt und unternimmt in der bevorstehenden Rennsaison einen neuen Anlauf auf die WM-Titel. Dani Pedrosa und Andrea Dovizioso können dabei zwar nicht auf ein neues Bike, dafür aber auf eine rundum modifizierte RC212V zurückgreifen. Damit soll das Honda-Duo auf den Rennstrecken für reichlich Furore sorgen.

"Unsere beiden Piloten haben das gleiche große Potenzial", so Honda-Teamchef Kazuhiko Yamano am Rande der MotoGP-Testfahrten in Sepang. "Wir glauben fest daran, dass sie die Meisterschaft gewinnen können. Dani ist beim Saisonstart in diesem Jahr in bester Verfassung - ganz im Gegenteil zu den beiden vergangenen Jahren. Das Bike selbst hat sich nicht so sehr verändert", meint Yamano.

Die Elektronik als wichtigste Neuerung

"Früher haben wir im Prinzip immer ein neues Motorrad an den Start gebracht, aber nicht dieses Mal. Wir hoffen darauf, dass unsere Fahrer die Maschine schon jetzt verstehen", erklärt der Japaner und fügt an: "Die Grundspezifikation ist bei allen sechs Bike vollkommen gleich. Natürlich weisen die Werksmotorräder aber ein paar andere Bauteile auf. Das betrifft hauptsächlich die Elektronik."

"Eben diese haben wir komplett bei uns entwickelt. Wenn diese neuen Elektronikelemente gute Ergebnisse bringen, dann bekommen unsere Kundenpiloten später ebenfalls diese Neuerung. In Bezug auf die Satellitenteams gibt es aber keinen festgeschriebenen Entwicklungsplan", hält Yamano fest. "Das wird von Fall zu Fall entschieden", erklärt er. "Wir schauen uns die jeweilige Situation an."

Kaum Neuigkeiten kann Honda im Motorenbereich verkünden: Die neue Vorgabe, wonach 2010 pro Fahrer maximal sechs Aggregate zum Einsatz kommen dürfen, macht Abstriche bei der Entwicklung erforderlich. Yamano: "Wir haben schon im vergangenen Jahr angefangen, mit dieser neuen Regelung zu arbeiten. Im Inneren des Motors gibt es 2010 keine großen Veränderungen."

Ein Motorschaden wirft das ganze Team zurück

"Die Power ist die gleiche wie noch 2009. Die Endleistung war okay. Wir haben uns mehr auf die Fahrbarkeit konzentriert", erläutert der Honda-Teamchef und gesteht: "Es ist sehr schwierig, das Bike jetzt zu entwickeln. Wir haben nur sechs Motoren. Vor zwei Jahren waren wir diesbezüglich noch frei, also konnten wir sehr einfach große Veränderungen an den Aggregaten vornehmen", so Yamano.

"Wenn wir aber in diesem Jahr einen großen Schritt machen und der Motor geht dabei kaputt, dann schadet das dem Team und dem Fahrer", gibt das Teamoberhaupt zu Protokoll. Projektleiter Shinichi Kokubu sieht diese Aufgabe einen Tick gelassener: "So sind nun einmal die Regeln und darauf müssen wir uns vorbereiten", so der Honda-Verantwortliche für die Motorradentwicklung.

"Hätten wir mehr Motoren, so wäre die Entwicklung sicherlich einfacher. Idealerweise hat man keine Beschränkungen", meint Kokubu und fügt an: "Jetzt ist die technische Herausforderung aber eine andere. Es geht um Zuverlässigkeit, was auch den Straßenbikes zugute kommen kann." Und Zuverlässigkeit ist wichtig: Schließlich müssen die sechs Motoren nun 18 Grands Prix überstehen...

Fotoquelle: Honda

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.