"Ich habe einen riesigen Fehler gemacht, als ich zu Kawasaki gewechselt bin"

MotoGP 2010

— 10.02.2010

Hopkins: "Spaß haben und gesund bleiben"

John Hopkins freut sich über seine Rückkehr in die AMA, schließt aber ein Comeback in der MotoGP nicht aus

John Hopkins startet 2010 für Monster-Suzuki in der amerikanischen Superbike-Meisterschaft AMA. Nach einer monatelangen Hängepartie, in der eine Rückkehr in die MotoGP mit FB Corse zur Debatte stand, hat sich der langjährige Suzuki-Werksfahrer Ende Januar für das Engagement in seiner Heimat entschieden. Bei FB Corse war man über Hopkins' Absage verärgert und hat stattdessen postwendend Garry McCoy als Entwicklungsfahrer unter Vertrag genommen.

FB-Corse-Chef Andrea Ferrari hat vor allem Hopkins' Manager Bobby Moore für das Scheitern der Vertragsverhandlungen verantwortlich gemacht und von einem "bitteren Beigeschmack" gesprochen. Nun hat sich Hopkins erstmals selbst zu seinen Beweggründen geäußert. Gegenüber 'roadracerx.com' gab er zu, dass das FB-Corse-Angebot durchaus verlockend gewesen sei: "Die MotoGP ist schließlich der Ort, wo man sein möchte."

Andererseits habe auch einiges gegen den Job bei dem italienischen Privatteam gesprochen. "Ich sehe einfach keine Chance, wie das FB-Corse-Motorrad bei dem Mangel an Testfahrten mit den anderen Maschinen mithalten könnte", so Hopkins, der freimütig zugibt, dass er keine Lust darauf hatte, bei einem neuen Projekt wieder bei null anzufangen. "Die vergangenen Jahre waren schrecklich. Ich habe einen riesigen Fehler gemacht, als ich zu Kawasaki gewechselt bin."

Hopkins möchte lieber in der AMA starten und nach Jahren voller Stürze und Verletzungspausen wieder zurück in Spur finden. "Im Moment konzentriere ich mich darauf, mein Selbstvertrauen wieder aufzubauen. Hoffentlich kann ich hier ein paar meiner Fähigkeiten schärfen und auf einem Motorrad wieder etwas Spaß haben. Das ist mein Hauptziel: einfach Spaß zu haben und gesund zu bleiben."

AMA als Sprungbrett für MotoGP-Comeback?

Für Spaß sei die MotoGP ohnehin nicht der geeignete Ort. "Man muss ziemlich viel reisen, sehr viel Zeit und Energie reinstecken und bekommt zu wenig Schlaf. Wenn man das alles auf sich nimmt, möchte man auch etwas erreichen und sein Bestes geben können." Diese Möglichkeiten habe er bei FB Corse schlichtweg nicht gesehen.

Trotzdem kann sich Hopkins vorstellen, eines Tages in die "Königsklasse" zurückzukehren. "Ich warte ab, was passiert, wenn die MotoGP zu den 1.000-cm³-Maschinen zurückkehrt. Bis es soweit ist, kann ich auch eine 1.000er fahren und ein bisschen Spaß haben. Mal sehen, wohin uns das führt. Aber ich würde eine Rückkehr mit 1.000-cm³-Maschinen definitiv nicht ausschließen."

Fotoquelle: Kawasaki

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