Jerry Burgess und Valentino Rossi müssen ihre Daten nun nicht mehr teilen

MotoGP 2010

— 12.02.2010

Burgess: "'Geheimhaltung' macht Lorenzo eigenständiger"

Jerry Burgess glaubt nicht, dass der unterbundene Datenaustausch bei Yamaha zu Problemen führt, sondern sieht Vorteile für Jorge Lorenzo

Bei Yamaha ist künftig "Geheimhaltung" angesagt: Wie berichtet, werden Valentino Rossi und sein Teamkollege Jorge Lorenzo künftig keine Setupinformationen mehr austauschen. Dafür hatte sich vor allem Weltmeister Rossi stark gemacht, dem schon seit Längerem sauer aufgestoßen war, dass Lorenzo Einblick in seine Daten hat und ihm bei der Abstimmung nacheifern kann.

"In Anbetracht der Tatsache, dass die zwei Fahrer die Hauptkonkurrenten um die Meisterschaft sind, haben wir uns dazu entschieden, diesen Wettbewerb auch intern zu respektieren. Wir respektieren ihre eigenen Wege, Rennen zu fahren und den Wettbewerb anzugehen", hatte Rossis Teammanager Davide Brivio dazu erklärt. Also werden die zwei Teams während der Wochenenden wesentlich unabhängiger voneinander sein und der Wettstreit wird enger sein."

Rossi ist der Meinung, dass Lorenzo davon sogar profitieren kann, denn so könne sich der Spanier selbst mehr in die Entwicklung der Maschine einbringen. Dem pflichtet Rossis Crewchief Jerry Burgess bei. Schließlich habe Lorenzo schon angedeutet, dass er das Bike mehr seinen eigenen Bedürfnissen anpassen will.

"Nicht dass man mich faslch versteht, er ist auf Valentinos Bike sehr schnell, aber ich denke, dass es eine gute Sache ist", sagte Burgess gegenüber 'Motor Cycle News' über die neue "Geheimhaltung". Die Informationen fließen weiter zu YMC, wo die die Ingenieure die Daten vergleichen. Von dort gehen sie zurück an die Teams. Es sei nur eben so, dass die beiden Teams die Daten jeder Session nicht mehr direkt vergleichen können: "Aber das machen wir sowieso nicht."

Von daher werde sich in der täglichen Arbeit in der Yamaha-Box gar nichts" ändern, so Burgess: "Aber für Jorge ist es vielleicht ein positiver Schritt, wenn er mehr auf eigenen Beinen steht. Doch um fair zu sein, weiß ich nicht, wie oft sie sich unsere Daten angeschaut haben. Wahrscheinlich gar nicht, denn die Abstimmung war nie gleich." Zudem habe er in 30 Jahren in der MotoGP noch nicht erlebt, dass ein Fahrer einen Vorteil davon hat, wenn er sich die Daten eines anderen Piloten ansieht.

Ein Fahrer wolle einfach bis zu einem gewissen Grad schützen, was er als seine eigene Arbeit betrachtet: die Abstimmung seiner eigenen Maschine. Zudem meint Burgess: Wenn Yamaha wegen der Geheimhaltung Bedenken hätte, dann hätte man sie nicht eingeführt, "aber für Jorge ist das die Möglichkeit, eigenständig zu werden."

Fotoquelle: Yamaha

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