Beim Test in Sepang fuhr Loris Capirossi noch mit dem alten Suzuki-V4-Motor

MotoGP 2010

— 16.02.2010

Suzuki: Warten auf den neuen Motor

Suzukis neuer V4-Motor lässt weiter auf sich warten, aber Loris Capirossi bleibt locker - Kritik am neuen Motorenreglement

Die MotoGP-Teams befinden sich längst in den Vorbereitungen auf die kommende Rennsaison, die am 11. April mit dem Großen Preis von Katar offiziell beginnt. Anfang Februar fanden in Malaysia die ersten Testfahrten des Jahres statt. An insgesamt drei Tagen drehten die Teams ihre Runden auf dem Kurs in Sepang, wobei am ersten Tag lediglich die offiziellen Testfahrer der Werksteams auf die Strecke durften.

Für einige Stammfahrer, wie beispielsweise die Piloten der Kunden-Hondas, stellte der Test in Malaysia die erste Gelegenheit dar, ihre neuen Motorräder auszuprobieren. Schließlich gibt es bei allen Fabrikaten für die Fahrer viel zu entdecken: neues Chassis, neue Dämpfer und vor allem neue Motoren. Denn durch das neue Motorenreglement, wonach die Fahrer die kommende Saison mit insgesamt nur sechs Motoren überstehen müssen, kam auf die Ingenieure der Hersteller eine Menge Arbeit zu.

Die neuen Motoren müssen künftig längere Distanzen verkraften können, man geht von rund 2.000 Kilometern aus. Die Aufgabe für die Hersteller lautet also: größere Haltbarkeit bei gleicher Leistung. Suzuki scheint mit der Bewältigung dieser Herausforderung noch nicht sehr weit gekommen zu sein. An den ersten beiden von lediglich sechs Testtagen, die den Stammpiloten vor dem Saisonstart zur Verfügung stehen, schickte man Loris Capirossi und Alvaro Bautista noch mit den Motoren aus dem Vorjahr auf die Strecke.

Der neue Suzuki-Motor befindet sich anscheinend noch auf dem Prüfstand in Japan. "Es hieß, dass es noch zu früh war ihn zu bringen", so Capirossi gegenüber 'Motor Cycle News'. Der Italiener lässt sich davon nicht beunruhigen. "Sie haben viel auf dem Prüfstand getestet und es sah gut aus. Sie haben viele unterschiedliche Materialien ausprobiert und ein besonders starkes gefunden. Ich bin von der Zuverlässigkeit überzeugt."

Wird künftig der Freitag geopfert?

Genau dies gelang den Hellblauen im vergangenen Jahr nicht. Suzuki war der einzige Hersteller, der die im Verlauf der letztjährigen Saison eingeführte Motorenregel nicht einhalten konnte. Damals durfte man in den letzten sieben Rennen nur fünf Motoren pro Fahrer einsetzen. Capirossi hatte mit großen Problemen in Sachen Zuverlässigkeit zu kämpfen und musste in Australien zu Motor Nummer sechs greifen. Die Folge: Strafversetzung an das Ende der Startaufstellung.

Kein Wunder, dass Capirossi von der neuen, strengeren Motorenregel nicht gerade begeistert ist. "Die neue Regel macht es für alle nicht leicht. Meiner Meinung nach wird es freitags oft so sein, dass ein Fahrer nur einen Shakedown-Test über ein paar Runden macht und dann in der Box bleibt." Es scheint so, als sei Capirossis Vertrauen in die Haltbarkeit des neuen Motors doch nicht grenzenlos.

Fotoquelle: Suzuki

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