An der GSV-R wurden vor allem Motor und Chassis enorm verändert

MotoGP 2010

— 11.03.2010

Suzuki: Motor und Chassis spielen die Hauptrolle

Morgen wird die neue Suzuki GSVR-R offiziell präsentiert - Teamchef Paul Denning über die wichtigsten Änderungen im Vergleich zum Vorgängermodell

Am morgigen Freitag erstrahlt die neue GSV-R des Jahrgangs 2010 endgültig in ihrem vollen Glanz, dann präsentiert Suzuki auch die neue Lackierung von Designer Troy Lee. An den technischen Details des neuen Prototypen haben die Piloten Loris Capirossi und Alvaro Bautista bereits bei den Testfahrten gefeilt. Teamchef Paul Denning erläutert nun auf der offiziellen Internetseite der MotoGP, was die Hauptänderungen im Vergleich zur Saison 2009 sind.

Eine Hauptrolle bei der Arbeit an der 2010er-Version hat das Reglement gespielt, das nun vorschreibt, dass man nur sechs Motoren über die ganze Saison kommen muss. "Das ist für alle sehr schwierig umzusetzen, aber vor allem für Suzuki. Denn in Sachen Performance müssen wir auf die anderen noch ein bisschen aufholen", erklärt Denning.

"Die Leistung unseres Motors war im vergangenen Jahr nicht gut genug. Deshalb hat Suzuki versucht, zwei Ziele zu erreichen", schildert der Teamchef. "Zum einen soll die Leistung durch höhere Laufruhe und bessere Motorsteuerung gesteigert werden. Aber am wichtigsten ist, dass der Motor so langlebig wird, dass er drei Grand Prix übersteht. Das ist ein großes Ziel und Suzuki arbeitet sehr hart daran, es zu erreichen." Der neue Motor wurde zunächst lange auf dem Prüfstand auf Herz und Nieren überprüft, bevor er in Sepang erstmals bei den Testfahrten eingesetzt wurde.

Doch die Japaner haben nicht nur am Motor gefeilt, sondern auch an Chassis und Fahrposition. "Wir hatten in der vergangenen Saison große Probleme, weil die Performance nicht konstant genug war, vor allem bei kalten Bedingungen", erläutert Denning. "Beim ersten Test in Sepang hat Suzuki das 2009er-Chassis getestet und dann zwei weitere Optionen. Beide Fahrer konnten sich für die gleiche Option entscheiden."

Denning räumt ein, dass man natürlich schwer einschätzen kann, wie umfangreich die erzielten Verbesserungen sind, da es in Sepang sehr heiß ist. "Aber es scheint ein recht guter Schritt nach vorn zu sein", urteilt er. "Als es dort geregnet hat und deshalb wesentlich weniger Grip gab, haben uns beide Piloten berichtet, dass die sofort ein gutes Gefühl für die Hinterreifen hatten und das Bike gutes Feedback gab. Wir hoffen also, dass das für 2010 modifizierte Chassis unser Bike wesentlich konstanter macht."

Zudem arbeitete Suzuki beim ersten Sepangtest mit drei verschiedenen Tanklängen und zwei verschiedenen Sitzbreiten. "Unsere Fahrer sind beide recht klein. Indem wir den Tank kürzer gemacht haben, können sie mehr Gewicht auf die Front der Maschine bringen und das Vorderrad in der Kurvenmitte besser belasten", erklärt Denning.

Neu sind auch die Bremszangen von Brembo, ein neuer Akrapovic-Auspuff und speziell entworfene Räder von Marchesini. All diese Komponenten haben sich laut Denning bei den bisherigen Testfahren bewährt. Dazu kommt eine verbesserte Aerodynamik. "Suzuki hat Fortschritte in den Bereichen Widerstand und Kurven-Downforce gemacht. Sie haben versucht, den Anpressdruck der Maschine zu erhöhen, vor allem bei viel Seitenwind. Die Form der Verkleidung hat sich also beim Lufteinlass und an den Seiten etwas verändert."

Fotoquelle: Suzuki

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