Valentino Rossi wünscht sich einen früheren Starttermin in Katar

MotoGP 2010

— 22.03.2010

Katar: Fahrer sprechen sich für frühere Startzeit aus

Aufgrund der zahlreichen Stürze beim MotoGP-Test in Katar wollen Valentino Rossi und Casey Stoner nicht erst um 23 Uhr Ortszeit starten

Freitagabend, MotoGP-Test auf dem Losail International Circuit, Kurve zwei: Der Reihe nach rutschen hier Ben Spies, Casey Stoner, Colin Edwards und Nicky Hayden während des letzten Drittels der sechsstündigen Trainingssession aus. Schon am Donnerstagabend war Spies an der selben Stelle gestürzt, zudem stieg am Freitag Marco Simoncelli in Kurve sechs unfreiwillig von seiner Gresini-Honda ab.

Laut Stoner waren die zahlreichen Stürze in der Schlussphase des Trainingstages kein Zufall. "Das ist echt merkwürdig. Vielleicht dringt Feuchtigkeit aus der Asphaltoberfläche", so der Ducati-Pilot gegenüber 'Gazzetta dello Sport'. "Man stürzt nicht am Kurveneingang, sondern wenn man schon wieder geradeaus fährt."

Der Grand Prix am 11. April soll erst um 23 Uhr Ortszeit gestartet werden. Um sich an die Lichtverhältnisse - gefahren wird unter Flutlicht - zu gewöhnen, trainierten die MotoGP-Piloten in der vergangenen Woche zweimal zwischen 16 und 24 Uhr auf der Strecke. Die meisten Stürze ereigneten sich jeweils in der Schlussphase eines Trainingstages - also in etwa zu der Tageszeit, in der in knapp drei Wochen das Rennen gefahren werden soll.

Es ist kein Geheimnis, dass es in der Wüste nachts sehr kalt werden kann. Das hat auch Einfluss auf das Fahrverhalten von Grand-Prix-Motorrädern. "Es ist schwierig, um diese Zeit die Reifen auf Temperatur zu bringen. Man ahnt nichts und 'peng' - da liegt man schon unten", beschreibt Stoner das Phänomen. Dass man den Rennstart trotzdem von vornherein auf 23 Uhr gelegt hat, regt den Trainingsschnellsten von Freitag auf, "weil viele von uns dort schon in den vergangenen Jahren gestürzt sind."

Stoner ist außerdem mit bestimmten Umbaumaßnahmen unzufrieden, die an der Strecke vorgenommen wurden. "Zu allem Überfluss haben sie die Fläche jenseits der Randsteine asphaltiert - und ich verstehe nicht, wieso. Man rutscht dort und verliert dabei keine Geschwindigkeit."

Laut Valentino Rossi sei es zudem noch aus einem ganz anderen Grund schlecht, so spät zu starten. "Bis 23 Uhr zu warten, ist nicht besonders intelligent. Es ist besser, früher zu starten", so der Weltmeister. "Ich denke, dass die Leute [in Mitteleuropa; Anm. d. Red.] froh wären, das Rennen um 20 Uhr zu sehen, sodass sie danach ausgehen können, wenn sie das wollen." In dem Fall müsste der Rennstart allerdings um zwei Stunden nach vorne verlegt werden.

Dunkelheit setzt schon um 18 Uhr ein

Rossi wünscht sich, dass sich Dorna-Boss Carmelo Ezpeleta und Sicherheitschef Franco Uncini der Sache möglichst bald annehmen. "Wir müssen noch vor der Veranstaltung von Uncini, oder noch besser von Ezpeleta, dazu etwas hören. Denn wenn wir erst am Freitag darüber reden, wird es unmöglich sein, irgendetwas zu tun."

Loris Capirossi ist ohnehin der Meinung, dass es einen so späten Rennstart gar nicht brauche, um möglichst spektakuläre Fernsehbilder in alle Welt zu senden. "Sie wollen nachts fahren? Okay, es ist schon um 18 Uhr dunkel. Wir können als um 20 Uhr oder auch um 22 Uhr fahren", so der Suzuki-Pilot. "Das Fernsehen ist wichtig, aber wir zählen auch."

Fotoquelle: Yamaha

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