Ben Spies kann Niederlagen nicht ertragen und will sich immer verbessern

MotoGP 2010

— 22.03.2010

Spies über Ruhm, Reisen und Radfahren

Ben Spies' Leben hat sich im Laufe des vergangenen Jahres stark verändert - Der Superbike-Weltmeister steht vor seinem ersten Jahr in der MotoGP

Mit Ben Spies steigt 2010 einer der erfolgversprechendsten Rookies der vergangenen Jahre in die MotoGP ein. Als ehemaliger Seriensieger der AMA und amtierender Superbike-Weltmeister wird Spies' Name bei der Frage nach den Siegkandidaten regelmäßig genannt - vor allem in den US-amerikanischen Medien und trotz seiner erst vier Grand-Prix-Teilnahmen.

Yamaha USA hat nun ein Video veröffentlicht, in dem Spies über verschiedene Aspekte des Motorradrennsports spricht . Vor allem das im vergangenen Jahr gestiegene Interesse an seiner Person beschäftigt den Texaner. "Es schockiert mich immer wieder, wenn mich Leute treffen und dabei fast anfangen zu zittern", so Spies.

Den Grund für sein Erstaunen liefert Spies gleich mit: "Ich war schließlich einmal genauso wie sie - und bin es bei manchen Fahrern immer noch. Denn so toll bin ich nun auch wieder nicht. Ich kann zwar ganz gut Motorradfahren, aber das ist doch keine große Sache." Er selbst sieht sich also gar nicht als Star, sondern vielmehr als Teil eines Teams, dem er dankbar gegenübersteht. "Das Team glaubt an mich. Manchmal sogar mehr als ich an mich selbst glaube."

Der Erfolg der vergangenen Jahre, mit dem vorläufigen Höhepunkt des Superbike-WM-Titels 2009, hat das Spies' Leben verändert. Die größte Umstellung sei dabei das viele Reisen gewesen. "Ich bin noch nie so viel gereist - und das ist sehr anstrengend, genau wie die Medienarbeit", gibt Spies zu. "Sie ist zwar wichtig, aber es kann manche Leute auch ganz schön fertigmachen, während es andere wiederum genießen."

"Dann sind da auch noch die Sponsoren", fährt der Yamaha-Pilot fort. "Diese ganzen Verpflichtungen fallen mir am schwersten, auch wenn ich darin besser werde." Das glaubt man Spies gerne, denn der Wille in etwas besser zu werden, scheint in seinen Genen fest verankert zu sein.

"Wenn ich in etwas verliere, in dem ich ohnehin nicht gut bin, wie zum Beispiel Basketball oder Football, dann macht mir das nichts aus", beteuert Spies. "Aber wenn ich in etwas ganz gut bin, nervt es mich unheimlich, wenn mich darin jemand besiegt. Ich habe einen guten Kumpel, den ich immerzu besiegen muss - egal, ob es beim Radfahren oder beim Laufen ist."

Dieses Verhalten geht sogar so weit, dass aus Niederlagen ernsthafte Konsequenzen gezogen werden. "Wenn er mich zum Beispiel im Tischtennis besiegt, dann trainiere ich heimlich, um mich zu verbessern." Sollte Spies mit der selben Einstellung auch an sein erstes Jahr in der MotoGP herangehen, dürfen sich seine Konkurrenten auf einiges gefasst machen.

Fotoquelle: Yamaha

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